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Gemeindenachmittag mit Gieboldehausens Ortsheimatpfleger

Gerhard Rexhausen Gemeindenachmittag mit Gieboldehausens Ortsheimatpfleger

Ortsheimatpfleger Gerhard Rexhausen hat am Mittwoch die Besucher des Gemeindenachmittags im Regenbogenhaus zu einem Ausflug in die Geschichte des Fleckens mitgenommen. Er zeigte Fotoaufnahmen aus der Zeit vor und nach der Ortssanierung in Gieboldehausen.

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Historisches Dokument: Gerhard Rexhausen blickt auf ein rund 150 Jahre altes Foto vom unteren Bereich der Gieboldehäuser Marktstraße.

Quelle: IS

Gieboldehausen. „Der Wandel macht unser Leben aus“, sagte Pastor Jens-Arne Edelmann von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde zum Auftakt. Was für das Leben gelte, zeige sich auch in der Umgebung. Dass sich in Gieboldehausen im Laufe von Jahrzehnten eine Menge verändert hat, dokumentierte Rexhausen mit den Fotos.

Er eröffnete seinen Vortrag mit einer rund 45 Jahre alten Luftaufnahme, auf der am Rande der gerade fertiggestellte Schulkomplex zu sehen war. Anschließend präsentierte er Fotos aus verschiedenen Epochen, die vom jeweils gleichen Standpunkt erstellt worden waren.

Die Zuschauer sahen, wie ein Fachwerkhaus dem Katholischen Pfarrheim gewichen ist. „Das alte Haus musste aus verkehrstechnischen Gründen verschwinden“, so Rexhausen, nach dessen Worten bei der Ortssanierung am Beginn der 1970er- Jahre „kein Stein auf dem anderen geblieben ist“.

Vom Rathausbereich bis zu öffentlichen und privaten Gebäuden zeigte er viele Stellen, an denen es markante Veränderungen gegeben hat. Er bereicherte die Präsentation mit vielen Hintergrundinformationen, die durch Bemerkungen der Zuhörer ergänzt wurden.

Die Aufnahmen machten immer wieder deutlich, dass die Straßen im Flecken größer geworden sind. Das galt auch für den Bereich der „Engen Straße“, die aufgrund ihres Durchmessers nur in eine Richtung befahren werden konnte.

Der Ortsheimatpfleger berichtete, dass vor Fertigstellung der Umgehung der gesamte Verkehr durch die Straßen des Ortskerns geflossen war. Dies hätte zur Folge gehabt, dass bei Langholztransporten, die von Herzberg in Richtung Duderstadt unterwegs gewesen seien, in einer besonders engen Kurve auch schon einmal Schaufensterscheiben zu Bruch gegangen seien.

Der 82-Jährige erinnerte daran, dass auch viele Bewohner von kleinen Häusern „ein bisschen Landwirtschaft“ gehabt hätten. Es sei keine Seltenheit gewesen, dass Kühe durch Wohnzimmer geführt worden seien. Rexhausen ließ Erinnerungen an das Hochwasser vom 4. Juni 1981 wach werden. Fotos machten die dramatische Situation deutlich, bei der es an vielen Stellen „Land unter“ hieß.

Das älteste Foto, das Rexhausen präsentierte, war rund 150 Jahre alt und zeigte einen Blick in den unteren Bereich der Marktstraße. „Für mich sind auch immer die Personen interessant, die auf den Aufnahmen zu sehen sind“, verriet der Ortsheimatpfleger.

Von Axel Artmann

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