Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Gemeinderat Lindau gewährt Abschläge für frühzeitig gezahlte Ausgleichsbeiträge

Sanierungsgebiet „Ortskern Lindau“ Gemeinderat Lindau gewährt Abschläge für frühzeitig gezahlte Ausgleichsbeiträge

Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, den Grundstückseigentümern im Sanierungsgebiet „Ortskern Lindau“ Abschläge für frühzeitig gezahlte Ausgleichsbeiträge zu gewähren. Wer bis zum 30. Juni 2015 zahlt, erhält einen zehnprozentigen Abschlag, wer bis zum 31. Dezember 2015 zahlt, einen siebenprozentigen Abschlag, und wer bis zum 30. Juni 2016 zahlt, einen vierprozentigen Abschlag.

Voriger Artikel
St. Martini Duderstadt kommt Ziel bei der Nudelchallenge näher
Nächster Artikel
100 Anbieter beim Gartenmarkt in Duderstadt
Quelle: Kleinschmidt/dpa (Symbolfoto)

Katlenburg-Lindau. Hintergrund: seit 2004 werden öffentliche Straßen, Plätze und Gebäude sowie Privatbesitz in den Ortskernen von Katlenburg und Lindau im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms des Landes Niedersachsen saniert. In Lindau waren das bisher unter anderem die Mehrzweckhalle, die Umgebung des bisherigen Feuerwehrgerätehauses, die „Alte Schule“, eine ganze Reihe von Straßen sowie zahlreiche Gebäude in Privateigentum.. Jeder, der im Sanierungsgebiet ein Grundstück besitzt, muss nach dem Baugesetzbuch einen Ausgleichsbeitrag entrichten (und zwar ein oder zwei Euro pro Quadratmeter, abhängig davon, wo sich das Grundstück befindet). Dieser Ausgleichsbeitrag wird fällig, wenn das Förderprogramm am 31. Dezember 2016 ausläuft.

Wer seinen Beitrag jedoch vorzeitig entrichtet, kann – wie oben beschrieben – zwischen vier und zehn Prozent einsparen. Ein gutes Geschäft, wie Bürgermeister Uwe Ahrens (parteilos) findet: „Das Geld auf der Bank zu lassen, würde angesichts des niedrigen Zinssatzes viel weniger einbringen.“ Außerdem, so Ahrens weiter, könne die Gemeinde das durch die vorzeitig gezahlten Ausgleichsbeiträge eingenommene Geld gleich wieder im Rahmen des Förderprogramms investieren, sprich, das Geld als Zuschuss zu privaten Sanierungsmaßnahmen verwenden. Das ginge zwar auch noch mit dem Geld, das nach dem 30. Juni  2016 eingezahlt wird. Aber dann verblieben bis Ende des Förderungsprogramms nur noch sechs Monate – ein wahrscheinlich zu kurzer Zeitraum, um die Genehmigung und Durchführung einer Sanierungsmaßnahme zu realisieren, so Ahrens.

Die Zuschüsse für ein privates Sanierungsvorhaben liegen in der Regel bei 30 Prozent, die Höchstsumme beträgt 50000 Euro. Insgesamt wurden in das Programm bisher rund 4,5 Millionen Euro investiert, die zu je einem Drittel aus Mitteln des Bundes, des Landes und der Gemeinde kamen.

Das Thema Flüchtlinge stand nicht auf dem Tagespunkt der außerordentlichen Sitzung, wurde jedoch trotzdem angesprochen. Ahrens berichtete, dass in der Gemeinde 19 Personen aus den verschiedensten Teilen der Welt leben, darunter Afghanistan, Kosovo, Elfenbeinküste und Syrien. Das Kontingent betrüge 40 Menschen. Alle seien bisher in Wohnungen untergekommen, welche die Gemeinde von Privatbesitzern angemietet hat. Das bliebe wahrscheinlich auch so, sollte das Kontingent ausgeschöpft werden.

hru

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter