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Gemeinsames Lernen auf inklusivem Campus

Städtischer und Kreisausschuss tagen gemeinsam Gemeinsames Lernen auf inklusivem Campus

Genau einen Tagesordnungspunkt haben sich die Mitglieder des städtischen und des Kreisschulausschusses für eine gemeinsame Sitzung vorgenommen - doch dieser hat es in sich: Der Stand der Pläne für einen inklusiven Campus in Duderstadt soll präsentiert werden.

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Viele Initiativen und Organisationen, ein gemeinsames Ziel: ein inklusiver Campus in Duderstadt.

Quelle: Richter

Duderstadt. Die Vorbereitungen laufen bereits seit Jahren, nun ist ein „Letter of Intent“ für das Vorhaben, das die Bildungslandschaft in Duderstadt maßgeblich verändern kann, erstellt. Die Absichtserklärung fasst zusammen, welche Gedanken dem Projekt „Inklusiver Campus“ zugrundeliegen.

Info

Die gemeinsame Sitzung der Mitglieder des Schulausschusses des Landkreises Göttingen und des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport der Stadt Duderstadt ist für Freitag, 29. April, vorgesehen. Die Sitzung beginnt um 16 Uhr im Rathaus.

Krippen- und Kindergartenkinder, Schüler und Familien sollen in einem „Zentrum am Wall“ zusammengebracht werden - inklusiv und integrativ. „Unser Ziel ist ein inklusives Bildungsangebot, das langfristig allen Kindern und Jugendlichen im Untereichsfeld unabhängig von der Herkunft, dem Geschlecht oder dem Vorhandensein einer Behinderung chancengerechte Lebensbedingungen, ein gemeinsames Aufwachsen und Lernen sowie die Teilhabe aller mitten in der Stadt ermöglichen will“, heißt es in der Absichtserklärung.

Eine Arbeitsgruppe aus Landkreis Göttingen, Stadt Duderstadt, Bischöflichem Generalvikariat, katholischer Kirchengemeinde St. Cyriakus, Caritas, Schulen und Organisationen habe gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Lothar Koch (CDU) an der Erstellung des Konzepts gearbeitet, geht aus der Absichtserklärung hervor. Gespräche seien unter anderem mit Vertretern des Niedersächsischen Kultusministerium gelaufen, um rechtliche und schulorganisatorische Fragen zu klären.

„In der AG kooperieren besonders die Vertreter des Familienzentrums St. Klaus, des heilpädagogischen Kindergartens St. Raphael, der Pestalozzi-Förderschule, der Astrid-Lindgren-Schule und der katholischen IGS St. Ursula in Duderstadt sowie koordinierend der Caritasverband als Träger der Außenstelle des Sprachheilkindergartens St. Hildegard und die Stadt Duderstadt“ heißt es weiter. Die verschiedenen Bildungseinrichtungen befinden sich in verschiedenen Trägerschaften. Offenbar sollen diese im Inklusiven Campus beibehalten werden. Auch die Fachkonzepte sollen Bestand haben. Aus den bestehenden Ressourcen sollen aber, so sieht es das Konzeptpapier vor, Synergien genutzt werden können, auch unter Einbeziehung der Ehe-, Familien- und Lebensberatung und der Familienbildungsstätte Untereichsfeld. Vorhandene vorschulische, schulische und familiäre Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungssysteme „sowie Immobilien und Raumressourcen der Kooperationspartner“ sollen „miteinander vernetzt und bedarfsorientiert weiterentwickelt werden“, kündigen die Initiatoren an. Ziel sei es, „auf Vielfalt einzugehen, umfassende Barrierefreiheit zu gewährleisten und somit einen inklusiven Campus der Erziehung und des Wachstums der Persönlichkeit zu garantieren“.

Nach Angaben der Initiatoren handelt es sich bei dem Projekt um ein „einzigartiges Vorhaben“. Es postuliere die „gemeinsame Nutzung der bisher zumeist nicht synergetisch gedachten personalen, sachlichen und immobiliären Ressourcen der kooperierenden Akteure“. Zugleich weisen die Unterzeichner der Absichtserklärung darauf hin, dass keine kurzfristige Abschaffung von Förder- oder Hauptschulen vorgesehen sei.

„Wir sind uns bewusst, dass wir mit diesem Projekt an rechtliche Grenzen stoßen“, notierten die Unterzeichner der Absichtserklärung. „Trotzdem erklären wir die Bereitschaft und die Notwendigkeit - mit Blick auf das Glück von Menschen mit und ohne Handicaps und auf den demografischen Wandel - Grenzen zu überwinden und zum Wohl der Menschen in offenem Austausch zwischen kommunalen und kirchlichen Akteuren neue Perspektiven zu kreieren.“

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