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Gerätehaus der Feuerwehr Duderstadt ist zu klein

Externer Gutachter schlägt Neubau für sechs Millionen Euro vor Gerätehaus der Feuerwehr Duderstadt ist zu klein

Seit Jahren dringt die Ortsfeuerwehr der Kernstadt auf mehr Platz für Standort und Gerätepark. Im alten Gerätehaus am Schützenring können nicht alle Fahrzeuge untergebracht werden, auch Garagen am Stadthaus werden genutzt. Jetzt liegt ein externes Gutachten vor, dass das Anliegen unterstreicht. Der Entwurf  für einen neuen  Feuerwehrbedarfsplan steht am Mittwoch im Stadtentwicklungsausschuss zur Debatte.

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Feuerwehrgerätehaus in Duderstadt: Am Schützenring ist zu wenig Platz, ein Neubau würde sechs Millionen Euro kosten.

Quelle: Richter

Duderstadt. Die Größenordnung für einen Neubau werden vom Gutachter mit rund sechs Millionen Euro angenommen.

Der Betrag könnte je nach Vorgehensweise auch deutlich reduziert werden, zum Beispiel nur bei Sanierungsmaßnahmen und geringfügiger Erweiterung am derzeitigen Standort, heißt es im Entwurf.  Insgesamt werden bis 2020 rund 8,11 Millionen Euro an Investitionen für Fahrzeuge und Gerätehäuser der 15 Ortswehren der Stadt für nötig gehalten. Der dickste Brocken, die sechs Millionen Euro für einen Neubau in der Kernstadt, sind dabei für 2020 angesetzt.

„Es muss etwas passieren“, sagt Duderstadts Ortsbrandmeister Thorsten Krone. Er habe seit zehn Jahren auf das Problem hingewiesen, auch schon seine Vorgänger. Jetzt lägen Zahlen schwarz auf weiß durch einen externen Gutachter vor.  Angesichts der Finanzlage der Stadt sei ein Neubau wohl „Zukunftsmusik“, auch ein Anbau läge schon bei zwei Millionen Euro.

Jetzt müsse man sehen, wie man damit umgehe, so Krone. Stadtbrandmeister Kai Walter sieht die Planungen der Feuerwehr in der Vergangenheit durch den Gutachter im wesentlichen bestätigt. Angesprochene Engpässe wie bei Atemschutzgeräteträgern seien nur eine Momentaufnahme. „Das sieht derzeit schon wieder ganz anders aus.“

Der Fachbereichsleiter der Berufsfeuerwehr Hannover, Claus Lange, war im Februar 2014 mit der Erstellung eines Bedarfsplanes beauftragt worden. Alle Feuerwehrhäuser wurden bereist, und ein Entwurf wurde dem Stadtkommando der Feuerwehr im März präsentiert. Ein Beschluss über den Plan ist im zweiten Halbjahr vorgesehen. Ersatzbeschaffungen sind danach als erstes mit einem Tanklöschfahrzeug (TLF) für Brochthausen vorgesehen.

Danach stehen Tragkraftspritzenfahrzeuge mit Wassertank (TSF-W)  für die Ortswehr Mingerode auf der Prioritätenliste vor Fuhrbach und Westerode.Bedarf wird bei Sanierung/Erweiterung der Feuerwehrhäuser in Mingerode (100 000 Euro), Westerode (150 000), Hilkerode (100 000) sowie Breitenberg und Esplingerode gesehen.

Mittelfristig könnte es laut Gutachter notwendig werden, die Ortswehren Esplingerode, Desingerode und Werxhausen zu einer gemeinsamen Einsatzabteilung zu verknüpfen. Dies könne auch für Hilkerode mit Breitenberg sowie Gerblingerode mit Tiftlingerode erstrebenswert sein. Ortsübergreifende Ausbildung sollte ausgebaut werden.

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Der Entwurf von Hannovers Feuerwehrchef Claus Lange für einen Feuerwehrbedarfsplan für Duderstadt ist im Stadtentwicklungsausschuss einstimmig auf Zustimmung gestoßen. Die SPD bemängelte, dass die Verwaltung noch nicht auf konkrete Vorschläge festlege.

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©Richter