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Gerd Goebel drängt auf Kontrollen in Tiftlingerode

Anliegeranordnung Gerd Goebel drängt auf Kontrollen in Tiftlingerode

Die Anliegerregelung, die die Stadt auf Drängen des Ortsrates im Mai 2015 eingeführt hat, hat noch nicht die gewünschte Entlastung für Tiftlingerode gebracht. Ortsbürgermeister Gerd Goebel (CDU) zieht ein durchwachsenes Fazit und kündigt verstärkte Kontrollen durch die Polizei an.

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Gerd Goebel

Tiftlingerode. „Die Anlieger-Beschränkung hat eine gewisse Entlastung des Ortskernes gebracht“, meint Goebel: „Doch rücksichtslose Autofahrer besonders aus dem Obereichsfeld scheren sich nicht um die Anordnung und fahren weiterhin mit hohem Tempo durch den Ort.“ Mit der Anliegerregelung für Musestraße und Tiftlingeröder Straße sollte verhindert werden, dass nach Freigabe der Westeröder Umgehung mit Euzenbergkreisel noch mehr Autofahrer die Strecke durch den verwinkelten Ort als Abkürzung nutzen. Die Straßen seien 1972 nur für den innerörtlichen Verkehr ausgebaut worden, betont Goebel. Die schmalen Straßen mit teilweise fehlenden Bürgersteigen seien nicht für Durchgangsverkehr ausgelegt, es gebe starke Risse in mehreren Häusern, die Sicherheit insbesondere von Kindern und Senioren sei gefährdet.

Den Autofahrern sei eine lange Eingewöhnungsphase gegönnt worden, sagt Goebel. Dennoch würden viele keine Rücksicht nehmen, selbst die Bundespolizei im Konvoi durch den Ort fahren, besorgte Eltern sich immer wieder an den Ortsrat wenden. „Die Geduld der betroffenen Bürger ist am Ende“, sagt der Ortsbürgermeister, der bei Duderstadts Polizeichef Otto Moneke verstärkte Kontrollen gefordert hat. Es gehe nicht um Schikane. Die Sicherheit der Bürger sei aber wichtiger als eine schnelle Durchfahrt täglich mehrerer Tausend Autos. Die neue Regelung würden inzwischen von Autofahrern umgangen,die die Kaplan-Müller-Straße und den Rotdornweg als Abkürzung nutzen würden. Obwohl im gesamten Ort Tempo 30 gelte, würden sie mit hoher Geschwindigkeit durch die Nebenstraßen rasen. Auch für dieses Problem müsse der Ortsrat noch eine Lösung finden.

Moneke relativiert die von Goebel angekündigten Kontrollen. Tiftlingerode sei weder Unfallschwerpunkt noch Schwerpunkt polizeilicher Arbeit. Dennoch solle der Anliegerverkehr punktuell und sporadisch kontrolliert werden, wenn es die polizeiliche Lage zulasse. Tempomessungen innerhalb der Ortschaft, die nicht der Polizei obliegen, schließt Moneke aus.

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