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Stadt klagt über Sachbeschädigungen

Geringe Aufklärungsquote bei Vandalismus-Fällen Stadt klagt über Sachbeschädigungen

Mutwillige Zerstörungen, Schmierereien, Diebstähle und Einbrüche setzen der Duderstädter Stadtverwaltung zu. Seit rund einem Jahrzehnt werden von der Stadt Jahr für Jahr im Schnitt 20 Straftaten angezeigt. Die Aufklärungsquote ist verschwindend gering.

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Die Stadt Duderstadt klagt über Vandalismusschäden.

Quelle: NR

Duderstadt. Beim jüngsten Vorfall, einem Einbruchsversuch in die Lagerräume des ehemaligen Sporthauses auf dem Talwiesen-Gelände mit rund 2500 Euro Schaden, wurden Ende Juni unter anderem Rollläden, Holztor und Außensteckdosen beschädigt. Zum zwölften Mal in diesem Jahr stellte die Stadt Strafantrag gegen Unbekannt. Um die Schäden zu beseitigen, mussten bislang rund 10 000 Euro ausgegeben werden. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Stadt 24 Straftaten, die Schadenssumme belief sich auf rund 25 000 Euro.

Unter anderem wurden an Buswartehäuschen Scheiben zertrümmert, ein Parkscheinautomat demoliert, das Mehrzweckgebäude in Westerode und die Schutzhütte an der Sulbergwarte beschmiert. „Nur in zwei Fällen konnten die Täter ermittelt und Regressansprüche geltend gemacht werden“, sagt Bettina Steinmetz von der Stadtverwaltung. Bei Einbrüchen und Brandstiftungen greift die Versicherung, bei den meisten Sachbeschädigigungen bleibt die Stadt auf den Kosten sitzen. Die Zeche zahlen letztlich die Bürger. Vandalismus-Spitzenreiter im vergangenen Jahrzehnt war das Jahr 2011 mit 39 Straftaten.

In der Statistik der Stadt nicht enthalten sind Verwüstungen im Stadtpark, die die den Kultursommer organisierende LNS-GmbH betreffen. Gravierende Folgen hatte eine Brandstiftung Anfang März. Der Fachwerkkiosk auf dem LNS-Gelände musste nach dem Brand abgerissen werden. Der Schaden habe bei weit über 50 000 Euro gelegen, sagt LNS-GmbH-Prokurist Gerald Werner. In diesem Jahr würden zunächst mobile Verkaufswagen als Ersatzlösung eingesetzt, über den möglichen Wiederaufbau eines Kiosks gebe es noch keine Entscheidung.

Das auch für die Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen zuständige Polizeikommissariat Duderstadt verzeichnete 2015 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg der Sachbeschädigungen im öffentlichen Raum von 67 auf 81 Fälle, die Aufklärungsquote lag bei 28 Prozent. Das ist aber eine Momentaufnahme. Eine signifikante Steigerung habe es in den vergangenen Jahren nicht gegeben, Vandalismus sei ein Dauerproblem, die Täer schwer zu ermitteln, sagt Polizeichef Otto Moneke: „Entscheidend sind unverzügliche Hinweise. Wer eine Sachbeschädigung beobachtet, sollte sofort die Polizei anrufen.“ Auch die Stadtverwaltung betont, dass man auf Hinweise von Bürgern angewiesen sei.

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