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Freie Plätze werden besetzt

Kostenlos für Geringverdiener Freie Plätze werden besetzt

Bei einem geringen Einkommen sind Theater- oder Konzertbesuche oft nicht möglich. Um auch denjenigen, die kein Geld für Tickets übrig haben, eine Teilhabe an Kultur zu bieten, hat die Kulturpforte Göttingen einen Ableger im Eichsfeld bekommen. Unverkaufte Karten gehen kostenlos an Geringverdiener.

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Duderstadt. Initiatoren der Kulturpforte im Eichsfeld sind Lydia Ballhausen, Leiterin des Lorenz-Werthmann-Hauses, und Franz-Josef Dette als Ehrenamtlicher. „Es erfordert eine Menge Organisation, die Kulturpforte ins Laufen zu bringen“, sagt Ballhausen und beschreibt den Weg: Flyer wurden bereits gedruckt, auf denen Geringverdiener ankreuzen können, an welcher Art von Kulturveranstaltungen Interesse besteht. Das Spektrum reicht von Theater- und Kinobesuchen, Tanz- und Musikveranstaltungen von Rock und Pop bis Klassik und Oper, aber auch Diskussionen, Vorträge, Ausstellungen oder Sportveranstaltungen können gewählt werden. „Einzige Voraussetzung für die Teilnehmer ist ein Einkommensnachweis, den ich natürlich gut verschlossen halte“, sagt Ballhausen, Die Zusammenarbeit mit Kultureinrichtungen, die ihre Überhänge beim Kartenverkauf zur Verfügung stellen, wird ebenfalls organisiert.

„Da wir mit der Göttinger Kulturpforte zusammenarbeiten, können wir sowohl Leute nach Göttingen bringen, als auch Göttinger zu Veranstaltungen ins Eichsfeld locken“, sagt Ballhausen und erklärt, dass die Kulturpforte ja nicht nur Nutznießer sei, sondern auch nachhaltige Kulturpflege betreibe und dazu beitrage, Interesse an Veranstaltungen zu wecken. „Gerade bei jungen einkommensschwachen Müttern besteht die Hoffnung, dass sich die wirtschaftliche Lage irgendwann verbessert, und die Frauen dann weiterhin kulturelle Veranstaltungen besuchen“, nennt Ballhausen Beispiele.

Doch nicht nur die übriggebliebenen Tickets verteilt die Kulturpforte. Es werden auch Fahrtmöglichkeiten von Ehrenamtlichen organisiert, damit die Kulturinteressierten zu den Veranstaltungen gelangen und anschließend wieder nach Hause kommen. Dazu wird eine Kooperation mit dem Nachbarschaftshilfe-Projekt „Nächstenliebe“ angestrebt.

Dette betont, dass im Eichsfeld bereits Gespräche geführt wurden mit der Theater- und Konzertvereinigung, mit der LNS-Gesellschaft oder mit dem TV Jahn. Die Flyer der Kulturpforte liegen in Einrichtungen wie dem Lorenz-Werthmann-Haus, bei der Caritas, beim Sozialamt und weiteren Institutionen aus. Infos bei kulturpforte-goettingen.de oder unter Telefon 05527/9968611.

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