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Geschäftserweiterung statt Discounter

Wollersen erwirbt Immobilie im Nesselröder Ortskern Geschäftserweiterung statt Discounter

Für die Grundversorgung im größten Duderstädter Dorf gibt es eine regionale Lösung statt eines Discounters. Nachdem die Handelskette Norma ihre Pläne für den Bau eines Verbrauchermarktes ad acta gelegt hat, will Familie Wollersen ihre Bäckereifiliale mit Einkaufsmarkt und Postagentur umgestalten und erweitern.

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Der Streit um einen Supermarkt-Neubau ist vom Tisch, die Bäckerei Wollersen expandiert: Bernd Frölich, Kai, Stefanie und Dirk Wollersen, Wolfgang Nolte (v.l.).

Quelle: Heller

Nesselröden. Stefanie Wollersen hat in dieser Woche den bislang gepachteten Gebäudekomplex zwischen Ortsdurchfahrt und Kirche von Marliese Otto erworben. Damit wurden Weichen für die Zukunft gestellt. Auf der Freifläche zur Ortsdurchfahrt soll eine Caféteria mit Freisitz angebaut werden, das Sortiment des Einkaufsmarktes soll durch den dadurch gewonnenen Platz und ein neues Regalkonzept von 2000 auf 3500 Artikel – Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs – erweitert werden. Bäckermeister Dirk Wollersen, der neben seinem Stammgeschäft in Hilkerode auch in Seeburg eine Filiale betreibt, will den Um- und Anbau möglichst bei laufendem Betrieb bewerkstelligen.

Als Termin für die Neueröffnung des Geschäftes, das dann „Aktiv-Frischemarkt“ heißen soll, nennt er Ende Oktober. Eine zusätzliche Mitarbeiterin soll das derzeit fünfköpfige Team aus Nesselröden verstärken. Im ehemaligen Blumenladen, der zum Gebäudekomplex gehört und seit 2015 leersteht, werde eine Logopädin ihre Praxis einrichten, sagt Wollersen. Für Kunden und Menschen im Ort, die nicht mehr gut zu Fuß sind, ist ein Lieferservice geplant. Die Lebensmittel bezieht Wollersen vom mehrheitlich zur Edeka-Gruppe gehörenden Großhandel Lüning.
Sowohl Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) als auch Ortsbürgermeister Bernd Frölich (CDU) sprechen von einer „Wunschentwicklung“. Im vergangenen Jahr hatte der Ortsrat noch die Pläne zur Ansiedlung eines Lebensmitteldiscounters im Spickenweg gebilligt. Nur die SPD stimmte dagegen, im Ort wurden wegen Gefährdung der bestehenden Geschäfte Unterschriften gesammelt.

Wegen der Einschränkung der Verkaufsfläche durch das Raumordnungsprogramm und dem vom Ortsrat mit Blick auf die örtlichen Geschäfte ausgeschlossenen Shop-im-Shop-Konzept habe die Handelskette Norma dann einen Rückzieher gemacht, sagt Frölich und freut sich, dass das Thema jetzt zum Abschluss komme und die Einkaufsmöglichkeit mitten im Ort zeitgemäß erweitert werde: „Jetzt liegt es an den Nesselrödern, das Angebot auch zu nutzen.“ Nolte verweist auf positive Entwicklungen in dem Ort mit 2130 Einwohnern – vom Breitbandausbau bis zur Krippe – und lobt Wollersen dafür, „Mut und Kraft für eine weitere Investition aufzubringen“.

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