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Gespenster unter sich

Jugendliche aus Desingerode spielen „Mörder mögen‘s messerscharf“ Gespenster unter sich

„Mörder mögen‘s messerscharf“ haben am Wochenende Jugendliche aus Desingerode auf die Bühne im Pfarrheim gebracht. Mit dem kriminalistischen Lustspiel brachten sie ihr Publikum eine Stunde lang zum Lachen und Rätseln – und vielleicht ein wenig zum Gruseln.

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Mit dem kriminalistischen Lustspiel brachten sie ihr Publikum eine Stunde lang zum Lachen und Rätseln – und vielleicht ein wenig zum Gruseln.

Quelle: ne

Desingerode. So adlig sie auch sein mögen, die von Herrschershausens, all der Glanz kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass in ihrem Hause etwas schief läuft. Das zu erkennen, braucht das Publikum genau eine Szene – die nämlich, in der der Geist des Barons von Herrschershausen erstmals vor ihnen steht. „Ich bin übrigens tot“, klärt er auf und stammelt „glaube ich zumindest“ hinterher. Es gebe da so Anzeichen, sagt das Gespenst und dürfte damit das Messer in seinem Rücken meinen, das ihn in seinen ungewohnten Zustand versetzt hat.

Wie es dahin kam, warum der Baron im See schwamm, welche Rolle seine trauernde Ehefrau und der frisch eingestellte Verwalter in dem Verbrechen spielen, das wollen der Butler und die Tanten des Hauses herausfinden. Sie nutzen ihre Kontakte zur Polizei und schleusen einen Undercover-Agenten als Praktikums-Butler ein. Und er und seine Kollegin, die Kommissarin, sollen einiges zu tun bekommen: Mord, Intrigen und eine defekte Telefonansage halten die Polizisten auf Trab.

Blutleer, aber nicht blass

Die Jugendlichen hatten sich für ihren diesjährigen Auftritt beim ersten der Theaterabende der Theatergruppem der Frauengemeinschaft und des Kirchengemeinderats ein kriminalistisches Lustspiel ausgesucht, mit dem sie ihr Publikum 60 Minuten lang zum Dauerlachen brachten. Michelle Oehne in der Rolle des Ansgar von Herrschershausen wirkte trotz ihrer blutleeren Rolle gar nicht blass, Lea Heinrich als Baronin Lukretia herrlich gerissen. Vor allem, nachdem Verwalter Dietmar Knör (Larissa Krause) die dreckigen Jobs erledigt hat und sich die Baronin seiner entledigen will, zeigte Heinrich, was sie kann.

Schrullig und schwerhörig: Die Tanten des Toten

Bei jedem Betreten der Bühne hatten Sina und Laura Nolte als Honoria und Restituta die Lacher auf ihrer Seite: Sie spielten die dauerstrickenden, seancenlegenden Tanten des Toten – verschroben, schrullig und schwerhörig obendrein. Das liebenswürdige, aber trottelige Hausmädchen Sophia (Pia Kellner) wurde in ihrer Schrägheit nur noch getoppt von Ronja Nolte in der Rolle des Butlers Johann, der zwischen zwei bis zwölf Cognac – keiner davon sein eigener – mal eben den Fall löst.

Das wäre eigentlich die Aufgabe von Kommissarin Else Nerhlich (Nora Kellner) gewesen – doch die ist beschäftigt, Trauernde und Trauernd-Spielende zu trösten, in der Warteschlange der Polizei-Zentrale zu hängen und ihrem Assistenten (Jaqueline Völker) auf die Sprünge zu helfen. Am Ende braucht es Hilfe aus dem Jenseits, die Geschehnisse aufzuklären.

Helfende Hände außerhalb des Rampenlichts

Elisabeth Wollborn, die gemeinsam mit Dunja Nolte die Regie übernommen hatte, verabschiedete an diesem Abend ein hochzufriedenes Publikum. Sie danke den Jugendlichen für ihren Einsatz, und auch denen, die nicht im Rampenlicht standen. „Was wären wir ohne Jenny aus der Kiste“, erwähnte sie die Souffleuse Jenny Becker ebenso wie die Bühnenhelfer Judith Weber und Sandra Nacke.

Weitere Vorstellungen:

Weitere Vorstellungen gibt es am Sonnabend und Sonntag, jeweils gemeinsam mit der Erwachsenengruppe der Katholischen Frauengemeinschaft. Beginn ist am Sonnabend um 19.30 und am Sonntag um 15 Uhr, Einlass jeweils eine Stunde zuvor. Kartenanfragen beantwortet Dunja Nolte, Telefon 0 55 27 / 94 11 57.

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©Richter