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Gestaltung mit Worten und Holz

Detlef Kraft Gestaltung mit Worten und Holz

Der ehemalige Polizist Detlef Krafft ist bereits mit 33 Jahren in den Ruhestand geschickt worden. Drei schwere Bandscheiben-Vorfälle beendeten vorzeitig seine Karriere. Sein handwerkliches Geschick führte ihn zu seinem neuen Lebensinhalt: der Holzbearbeitung.

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Handwerk im Blut: Detlef Krafft produziert täglich Holzarbeiten.

Quelle: Richter

Langenhagen. Rund vierzig Jahre nach seiner Pensionierung steht Krafft in seiner Garage. Umgeben von Maschinen, Werkbänken und einer Vielzahl verschiedener Holz-Kreationen ist der Pensionär weit davon entfernt, sein Handwerk ruhen zu lassen. „Ich kann nicht anders, ich produziere unter Zwang“, sagt er.

 
In seiner kleinen Werkstatt stehen Windmühlen, Tische, Kinderspielzeug, Waagen, ein Lesepult, Kerzenständer und weitere kreative Kreationen – Kunst, wie er sagt, seien diese Gegenstände jedoch nicht. „Das Wort ,Kunst’ möchte ich nicht benutzen“, sagt der ehemalige Beamte. Er sei nur ein einfacher Handwerker, kein Künstler.

 
Was mit den Werkstücken geschehen soll, weiß Krafft selbst nicht genau. „Angeboten habe ich noch nichts“, sagt er, „und wenn jemand etwas haben will, bekommt er es zum Materialpreis.“ Dabei ergibt sich für ihn ein kleines Problem: „Ich habe schon ein Lager voll, und ich produziere täglich weiter.“

 
Eine weitere Leidenschaft begleitet ihn bei seiner Arbeit. Beim Sägen, Hämmern und Verleimen denkt er sich Gedichte aus, die er nach getaner Arbeit niederschreibt. Mittlerweile seien viele Tausend zusammen gekommen. „Ein bisschen lustig sein und dummes Zeug machen“, sagt er, müsse neben der Arbeit sein. Spontan trägt er eines seiner Gedichte vor. Dessen Inhalt: Ein Regenwurm-Karateka verprügelt einen Judo kämpfenden Igel, der ihn verspeisen will. 

 
„Ich habe ein großes Interesse weiter zu lernen und neue Dinge auszuprobieren“, sagt er. Er wolle noch etwas Großes machen, was genau wisse er jedoch noch nicht – er lasse sich einfach weiter inspirieren.

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