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Gieboldehäuser Frauen wollen drei Brunnen in „Buntenhausen“ schmücken

Farbenfrohe Frühlingsboten Gieboldehäuser Frauen wollen drei Brunnen in „Buntenhausen“ schmücken

Farbenprächtig will sich die Heimat der „Bunten“ rund um Ostern präsentieren. Bemalte Eier sollen drei Brunnen im Flecken schmücken. Die Vorbereitungen haben begonnen.

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Spiegeln kreatives Denken wider und fallen ins Auge: Mit Liebe zum Detail und viel Farbgefühl gestaltete Eier.

Quelle: Richter

Gieboldehausen. Bei Ursel Runge dreht sich vieles um das Symbol für die Fruchtbarkeit des Lebens. In ihr Café „Pappmühle“ kommen Mitglieder des Landfrauenvereins und des Heimat- und Verkehrsvereins Gieboldehausen, um ausgeblasene Hühnereier mit Acryl- und Wasserfarben zu bemalen. Sie sollen die Brunnen vor dem Schloss und an der Ecke Rhumestraße/Ohlenroder Straße verzieren. Der Katholische Frauenbund kümmert sich um den Wasserspender vor dem Pfarrheim.

Runge hatte vor zwei Jahren die Idee, den Brauch aus Franken in ihrem Heimatort aufleben zu lassen. „Das hat mich so beeindruckt, dass Menschen für Menschen etwas machen. Dann habe ich gedacht, Tradition und Brauchtum gehören nach ganz Deutschland, nicht nur in den Süden“, so die Gieboldehäuserin. Mit ihrer Idee, ein solches Projekt im Flecken zu realisieren, stieß sie bei Freundinnen in der Heimat auf offene Ohren.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit konnten sich sehen lassen. Die Brunnen begeisterten nicht nur viele Einwohner. Sie lockten auch Besucher aus der Region und weiter entfernten Bereichen an. „Es gab wahre Völkerwanderungen“, so die Eichsfelderin.

„Es ist einfach schön, nach dem Winter fröhliche Farben zu sehen“, meint die Initiatorin, die mit der Aktion auch das Miteinander im Flecken fördern will.  Stolz verweist sie darauf, dass nach dem Gieboldehäuser Vorbild im vergangenen Jahr eine Frauenvereinigung in Hessen einen Brunnen gestaltet hat.

Zierten beim ersten Mal 1500 Eier zwei Brunnen, waren es 2014 schon 2600 an drei Brunnen – und dieses Mal sollen es noch mehr werden. Nach dem Bemalen werden die Eier, die auch von Gänsen und Enten stammen, mit Lack überzogen. „So sind sie wind- und wetterfest gemacht“, erläutert Runge, während ihre Mitstreiterinnen mit viel Liebe zum Detail bei der Sache sind.

„Es macht Spaß, ein bisschen kreativ zu werden und seine Vorstellungen zu verwirklichen“, erzählt Elisabeth Krone. „Ich finde es schön, zu sehen, was man mit seinen Händen geschaffen hat“, berichtet Bernadette Ausmeier, die ebenfalls im Landfrauenverein Gieboldehausen aktiv ist. Einen anderen Aspekt bringt Regina Gutknecht vom Heimat- und Verkehrsverein des Fleckens ins Spiel: „Das macht so richtig Lust auf Frühling, wenn man mit hellen Farben Tulpen und Osterglocken da drauf bringt.“

Beim Bemalen der Eier: Rita Thiemann, Elisabeth Krone, Ilona Basdorf, Regina Gutknecht, Ursel Runge und Bernadette Ausmeier (v.l.).

Quelle:

Neben vielerlei Blumen reichen die Motive von Landschaften und Tieren bis zu abstrakten Darstellungen. Worte des Dalai Lama gehören ebenso dazu wie das Vater unser oder die Aufschrift „Buntenhausen“. Die facettenreichen Blickfänge sollen ab Palmsonntag rund drei Wochen lang für Freude in Gieboldehausen sorgen.

Rund eine Woche vorher beginnen die Frauen mit dem Binden der Krone und dem Wickeln der Girlanden. Um noch mehr Besucher anzulocken, wollen sie an vier Ortseingängen mit Kränzen aus Holzeiern, die Franz Sommer gedrechselt hat, auf die Brunnenaktion aufmerksam machen.

Im kommenden Jahr möchte Runge die umliegenden Dörfer ansprechen, ob sie sich nicht auch mit einem geschmückten Brunnen beteiligen. „Es wäre doch schön, wenn man im Eichsfeld mal eine Brunnenfahrt machen können.“

VON AXEL ARTMANN

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