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Gieboldehäuser Niedersachsenhof geht an Tobias Borchard

Gieboldehäuser Niedersachsenhof geht an Tobias Borchard

Der seit Oktober 2013 leerstehende gemeindeeigene Niedersachsenhof wird an Tobias Borchard verkauft, der das Objekt weiter gastronomisch nutzen will. Diesen Beschluss hat der Gemeinderat am Montagabend mit knapper Mehrheit – sieben Ja- und sechs Nein-Stimmen – gefasst. Zünglich an der Waage war Reiner Deeg (Grüne), der mit der CDU für einen Verkauf an Borchard stimmte und damit aus der Mehrheitsgruppe Freie Wähler GfG/SPD/Grüne ausscherte.

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Verkauft: Der Niedersachsenhof in Gieboldehausen

Quelle: Archiv

Nach dem Scheitern einer Kombinationslösung standen die Ratsmitglieder wieder vor einer Entweder-Oder-Entscheidung: Verkauf an Borchard oder an die Part AG, die einen Rewe-Markt an der Bundesstraße errichten wollte. Die Freien Wähler plädierten für den Einkaufsmarkt, die CDU für den Gastronomiebetrieb. Während die Part AG ein Angebot über 600 000 Euro gemacht habe, werde der Niedersachsenhof jetzt „für einen Apfel und ein Ei“ verkauft, meinte Wolfram Döring (Freie Wähler). Im Beschlussvorschlag stehe lediglich, dass ein fester Kaufpreis zu vereinbaren sei: „Das können wir nicht mittragen, ohne zu wissen, worauf wir uns einlassen.“ Der Flecken verliere jetzt den letzten fußläufig erreichbaren Verbrauchermarkt im Ortskern, da Rewe den defizitären Nahkauf-Standort in der Knickgasse kurz- bis mittelfristig aufgeben werde.

Markus Gerhardy (CDU) warb noch einmal für die Gastronomie-Lösung mit einem Saal für Großveranstaltungen und Erhalt des Festplatzes, für dessen Nutzung noch Regelungen zu treffen sind. Der Kaufpreis sei ein Wermutstropfen, Gastronomie im ländlichen Raum aber sehr schwierig.

Deeg hätte die Kombinationslösung favorisiert, die „aus verschiedenen Gründen leider nicht zustande gekommen ist“. Nach jahrelanger Diskussion, Ausschreibungen, entgangenen Pachteinnahmen und laufenden Kosten für den Niedersachsenhof sei eine Entscheidung überfällig: „Ich bin froh, dass Borchard dieses Wagnis eingeht und wertvolle Infrastruktur im Flecken erhalten werden kann.“

Auf Nachfrage von Ex-Bürgermeister Otmar Pfeifenbring (SPD) teilte Gemeindedirektor Georg Moneke in der Einwohnerfragestunde mit, dass die einseitige Kündigung des Pachtvertrages durch den abgesprungenen Pächter rechtlich noch zu klären sei.

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©Richter