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Gieboldehäuser Rathaus wird nach Pfingsten eingerüstet

Farbiger Putz ersetzt rote Klinker Gieboldehäuser Rathaus wird nach Pfingsten eingerüstet

Die Fassade des Gieboldehäuser Rathauses wird nach Pfingsten hinter einem Gerüst verschwinden. Mehr als vierzig Jahre nach der Geburtsstunde der Samtgemeinde hat die Klinkerverkleidung des zur Gebietsreform geschaffenen Verwaltungssitzes ausgedient. Der verwinkelte Gebäudekomplex am Hang des Kirchberges soll energetisch saniert und umgebaut werden, die Klinker sollen durch Dämmputz ersetzt werden.

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Gewöhnungsbedürftiger Anblick: Der Verwaltungssitz der Samtgemeinde bekommt eine neue Fassade, die Gebäudeteile werden zweifarbig verputzt.

Quelle: Montage: EF

Gieboldehausen. Die Gebäudekörper werden künftig zweifarbig voneinander abgesetzt – mit einem sandfarbenen und einem hellen, erdigen Rotton. Nur die anthrazitfarbenen Eternit-Platten, die den Eingangsbereich sowie Teile des Gebäudes bekleiden und schon gedämmt worden sind, bleiben bestehen.

Die Entscheidung war nicht unumstritten. „Wir machen das nicht, um das Rathaus aufzuhübschen“, betont Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU), verweist auf Feuchtigkeitsschäden in der verwitterten Dachkonstruktion, ständige Reparaturarbeiten und den von Architekt Markus Otto bescheinigten „katastrophalen Energiepass“. Durch die neue Fassade könne der Energieverbrauch um 42 Prozent – pro Jahr rund 4000 Euro – gesenkt werden. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich nach den Ausschreibungsergebnissen auf 387 000 Euro. Davon entfallen allein auf die Dachsanierung 183 000 Euro, auf die Fassade 104 000 Euro. Die Eternitplatten, mit denen das Dach eingedeckt ist, werden durch Stehfalz-Bleche aus Titanzink ersetzt, eine Fotovoltaik-Anlage lässt die Statik nicht zu. Das Vordach hinter der zum Gebäude gehörenden Arztpraxis, das wie die Klinkerfassade nicht ausreichend verankert ist, soll entfernt werden.

Außerdem soll der Sitzungssaal im Dachgeschoss umgebaut, der Serverraum verlagert und der triste Rathausvorplatz umgestaltet werden. Das restaurierte Mosaikwappen der Samtgemeinde soll einen neuen Platz an der Beton-Stützmauer der zur Kirche führenden Außentreppe bekommen – über einer Holzlamellenbank mit Pflanzbeet. Im Sitzungssaal wird die Decke abgehängt, als Ersatz für die Lichtkuppeln werden drei neue Fenster in Richtung Schloss eingesetzt. Allerdings wird der Sitzungssaal vorerst weiter nur über 56 Stufen, drei Etagen und zwei Zwischengeschosse erreichbar sein. Einem barrierefreien Zugang über eine Stahlbrücke vom Kirchenvorplatz aus, der auch als zweiter Fluchtweg genutzt werden könnte, hat die Kirche bislang nicht zugestimmt.

Für die Sanierungsarbeiten, die größtenteils von Eichsfelder Firmen ausgeführt werden, ist ein halbes Jahr Bauzeit eingeplant, bis Ende November soll der Umbau abgeschlossen werden. Der Rathausbetrieb soll uneingeschränkt weiterlaufen, nur die Parkplatznutzung fällt flach. Der Briefkasten wird umgesetzt, die Verwaltungsmitarbeiter hat Dornieden auf den Schlosspark verwiesen, damit Rathausbesucher auf die Kurzzeitparkplätze in der Hahlestraße ausweichen können.

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©Richter