Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Gieboldehäuser Schornsteinfeger radeln für krebskranke Kinder

1000 Kilometer Gieboldehäuser Schornsteinfeger radeln für krebskranke Kinder

1000 Kilometer „Glückstour“ hat der Gieboldehäuser Manfred Klingebiel gerade absolviert und ist schon wieder auf seinem Rennrad unterwegs. Der ehemalige Schornsteinfegermeister war mit 35 Kollegen aus Deutschland zum zehnten Mal auf Tour, um Geld für krebskranke Kinder zu sammeln.

Voriger Artikel
Lastwagen in Gerblingerode aus dem Verkehr gezogen
Nächster Artikel
Duderstädter Schützen würdigen Engagement

Manfred Klingebiel und 35 Schornsteinfeger aus ganz Deutschland auf der zehnten „Glückstour“ zugunsten krebskranker Kinder.

Quelle: EF

Gieboldehausen. „Das war die schwerste Tour von allen“, sagt der 70-Jährige. „Die Hitze meinte es zu gut.“ Bei schweißtreibenden Temperaturen von bis zu 40 Grad führte die „Glückstour 2015“ unter anderem über Allendorf, Kassel, Eisenach und Gera nach Leipzig. Von dort ging es über die längste Etappe mit 160 Kilometern zum diesjährigen Ziel Dresden. Unterstützung gab es unterwegs für die Glücksbringer von Prominenten wie dem Olympiasieger im Gewichtheben, Matthias Steiner, und dem Radfahrer Erich Zabel. Die zehnte Tour des Vereins „Kaminkehrer helfen krebskranken Kindern“ war nicht nur die heißeste, sondern auch die bislang erfolgreichste. 176 000 Euro seien für den guten Zweck zusammengekommen, berichtet Klingebiel. Jeder Fahrer müsse bereits 500 Euro zur Tour mitbringen, meist Spenden von Bekannten oder Firmen. Im Eichsfeld sammelten Klingebiel und sein Freund Lothar Klein, der auf den Touren als Versorgungsfahrer dabei ist, mehrere Tausend Euro. Alle Spenden kämen dem guten Zweck zugute, selbst Übernachtungskosten würden selbst getragen, versichert Klingebiel.

 
Der Vorsitzende des VCE Duderstadt fährt zwar keine Rennen mehr, ist aber mit seinem Freund aus Gieboldehausen immer noch mehrmals die Woche auf Tour durch die Region. „10 000 Kilometer im Jahr kommen schon zusammen“, erzählt Klingebiel. Wenn nicht größere Touren in Angriff genommen werden, geht es ins Gartetal oder in den Harz. „Das ganze Jahr über – außer es gibt viel Schnee und Eis“, sagt der braungebrannte, drahtige Rentner.

 
Wie jede Einrichtung, die auf der „Glückstour“ bedacht  wird, bekam auch der Verein „Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen“ 4300 Euro Unterstützung beim Stopp in Kassel von den Schornsteinfegern überreicht. Der Verein betreut krebskranke Kinder und deren Familien, unter anderem durch Unterbringung von Eltern und Geschwistern bei Krankenhausaufenthalten sowie psychosoziale Betreuung und finanzielle Unterstützung. 146 000 Euro aus dem Vorjahr wurden so verteilt. Um die Spenden dieses Jahres zu verteilen und weitere Sponsoren zu gewinnen, wollen Klingebiel und seine Kollegen nächstes Jahr wieder zur „Glückstour“ aufs Rennrad steigen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter