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Gieboldehausen: Tobias Borchard übernimmt den Niedersachsenhof

Verkauf stößt auf geteiltes Echo Gieboldehausen: Tobias Borchard übernimmt den Niedersachsenhof

Mit den Stimmen von CDU und Grünen ist am Montagabend im Gemeinderat der Vertrag zum Verkauf des Niedersachsenhofes an den Gastronomen Tobias Borchard gebilligt worden. SPD und Freie Wähler GfG, die mit den Grünen eine Gruppe bilden, stimmten gegen das Vertragswerk.

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Quelle: Richter

Gieboldehausen. Noch einmal wurden Vorgeschichte und Optionen für das nach Absprung des Pächters seit zwei Jahren leerstehende Hotelrestaurant mit Saal aufgerollt, polemisiert und gestritten, dann war die letzte Hürde genommen.

Das Drängen von Hubert Hackenfort (FW) und Fragen aus dem Publikum nach Kaufpreis, Ratenkauf, Zeitpunkt der Eigentumsübertragung und weiteren Details wiesen Gemeindedirektor Georg Moneke und Bürgermeisterin Maria Bock (CDU) durchgängig zurück.

„Die Nennung des Preises, der ohnehin die Runde machen wird, ist heute nicht zielführend“, sagte Reiner Deeg (Grüne), sprach aber von „der Grenze des Zumutbaren“. Dennoch müsse nach finanziellen Einbußen seit Jahren jetzt eine Entscheidung herbeigeführt werden.

Die werde er selbstverständlich akzeptieren und den künftigen Betreiber unterstützten, meinte Wolfram Döring (FW) und begründete zugleich, warum er dem Vertrag aus wirtschaftlichen Gründen nicht zustimme.

Im Vergleich zum Angebot der Part AG, die anstelle des Niedersachsenhofes einen Rewe-Markt errichten wollte, werde eine hohe Summe verschenkt, meinte Döring und kritisierte Zahlungsmodalitäten und Laufzeit-Risiken. Hackenfort meinte, dass die Finanzsituation des Fleckens nicht genügend berücksichtigt werde.

Es gebe sowohl einen festen Kaufpreis als auch finanzielle Absicherungselemente in dem Vertrag, in dem die gastronomische Nutzung festgeschrieben sei, hielt Markus Gerhardy (CDU) den Kritikern entgegen. Der benachbarte Festplatz bleibe in Hand des Fleckens. Das Thema sei in vielen Sitzungen ausführlich diskutiert worden, die CDU habe sich von vornherein für den Erhalt des gastronomischen Betriebes eingesetzt.

Der Niedersachsenhof als Veranstaltungsort sei auch ein Standortfaktor für den Ort. Bock merkte an, dass der Rat einen Verbrauchermarkt mehrheitlich abgelehnt habe und es auch um die Frage gegangen sei, ob er überhaupt realisierbar gewesen wäre.

Die beiden Gieboldehäuser Schützenvereine begrüßen den Verkauf an Borchard ebenso wie die Lutze. Die wollen jetzt ihren nächsten Ball dort feiern.

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©Richter