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Gieboldehausen informiert über neue Regeln für Friedhöfe

Barrierefrei bis zum Grab Gieboldehausen informiert über neue Regeln für Friedhöfe

Über die Neuordnung des Bestattungswesens für die acht kommunalen Friedhöfe der Samtgemeinde Gieboldehausen haben die Verwaltungsvertreter Olaf Müller und Doris Trümper im Saal des Hotels Stadt Hannover informiert. Fragen und Kritik der rund 50 Zuhörer – inklusive Kommunalpolitiker – drehten sich vor allem um die Belegung und Gestaltung einzelner Friedhöfe.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Germershausen. Die Samtgemeinde ist für die Friedhofskapelle in Renshausen und für die kommunalen Friedhöfe in Bodensee, Germershausen, Krebeck, Lütgenhausen, Obernfeld, Rhumspringe, Rolls-hausen und Wollbrandshausen zuständig. Für die hatte Müller Belegungspläne mitgebracht. Wo es möglich ist, sollen Grabarten zusammengefasst, Leichen- und Aschebestattungen sich abwechseln, Barrierefreiheit bis in die Grabpfade geschaffen, die Friedhöfe langfristig verkleinert werden.

Den Wandel der Bestattungskultur belegte Müller mit Zahlen. In den Jahren bis 2008 gab es insgesamt lediglich 30 Urnenbeisetzungen, im Jahr 2013 waren dann bereits 31 der 63 Bestattungen in der Samtgemeinde Urnenbegräbnisse. Die neue Satzung sieht größere und einheitliche Urnengräber, Rasenreihengrabstätten für Erd- und Urnenbestattungen sowie Wahlgräber vor. Dafür entfallen die Doppelreihen-Grabstätten. Die Ruhezeit für Sargbestattungen wird von 30 auf 25 Jahre verkürzt, die Wahlgräber in gesonderten Bereichen mit 30 Jahren Nutzungsrecht können alle fünf Jahre verlängert werden.

Akribisch geregelt sind die Gestaltungsvorschriften – von der Splittverfüllung zur Erdreichverdichtung bis zur Größe der Grabplatten für die Rasengräber. Den Grabaushub hat die Samtgemeinde nach einer Ausschreibung zentral vergeben, den Zuschlag hat die Firma Ingo Ahlborn aus Hilkerode bekommen. Auch das Abräumen der Grabstätten, das bisher den Nutzungsberechtigten oblag, übernimmt künftig die Samtgemeinde. Die Gebühr dafür kann gleich beim Kauf einer Grabstätte entrichtet werden. Kritik an dem Vorauszahlungsangebot wies Trümper zurück: „Die Menschen sind dankbar, wenn ihnen diese Last für Angehörige abgenommen wird.“

Kalkulation ohne Überhangflächen

Die neuen Gebühren würden lediglich geringfügige Veränderungen bringen, meinte Müller, Urnenreihengrabstätten würden allerdings erheblich teurer. Der Rat habe sich bei den Kosten für den geringsten Deckungsansatz entschieden, die 63 Prozent Überhangflächen auf den teilweise überdimensionierten Friedhöfen seien nicht in die Gebührenkalkulation eingeflossen.

Gemurre gab es wegen der – bereits modifizierten – Kapellengebühren. Statt 100 Euro pro Tag inklusive Trauerfeier werden künftig 81 Euro Grundgebühr, 188 Euro für die Trauerfeier und 30 Euro pro angefangenem Aufbewahrungstag für Leiche oder Urne fällig. Ein Zuhörer äußerte die Befürchtung, dass die Kapellen weniger genutzt und die Gebühren dann weiter steigen würden.

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©Richter