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Gieboldehausen muss mit hohen Investitionen und Fehlbeträgen rechnen

Düstere Zukunftsaussichten Gieboldehausen muss mit hohen Investitionen und Fehlbeträgen rechnen

Der Haushalt der Samtgemeinde Gieboldehausen kann voraussichtlich wie im vergangenen Jahr wieder ausgeglichen werden, die Fehlbeträge der Vorjahre und der kommenden Jahre summieren sich in der Finanzplanung bis 2018 aber auf rund zwei Millionen Euro – trotz Anhebung der von den Mitgliedsgemeinden erhobenen Samtgemeinde-Umlage.

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Auf die Samtgemeinde Gieboldehausen kommen finanziell schwere Zeiten zu.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Gieboldehausen. Nach Einbringung des Etatentwurfs befassen sich jetzt die Ratsmitglieder mit dem Zahlenwerk, bevor es in die Haushaltsdebatte geht.

„Der Etat lässt keine großen Spielräume, alle Aufgaben sind aber angemessen berücksichtigt“, sagt Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU): „Wenn wir nicht gegensteuern, gehen die Fehlbeträge nach oben.“ Deshalb, so Dornieden, müsse man auch über Schulen und Feuerwehren nachdenken. Jede Anregung, wie die negative Finanzentwicklung abgefedert werden könne, sei willkommen.

Der Ergebnisetat hat ein Volumen von mehr als zehn Millionen Euro, im Finanzetat sind Investitionen in Höhe von rund einer Million Euro vorgesehen, darunter 318 000 Euro aus Verpflichtungsermächtigungen. Größter Brocken beim Investitionsbedarf ist mit 486 000 Euro der Brandschutz, gefolgt von der Abwasserbeseitigung. Unter anderem sind ein Anbau und eine Absauganlage für die Rhumspringer Feuerwehr, ein Mannschaftstransportwagen für Gieboldehausen, Anbau und Fahrzeug für Wollbrandshausen, Chemieschutz, Kleidung und Digitalfunk vorgesehen. In Bilshausen und Wollershausen will die Samtgemeinde Regenwasserkanäle erneuern, kleinere Summen sind für Hausanschlüsse und Messgeräte für die Kläranlage eingeplant. Über die rund 334 000 Euro für Sanierung und Umbau des Gieboldehäuser Rathauses hinaus, die aus 2014 übertragen wurden, sind im aktuellen Etat weitere 85 000 Euro für neue Telefonanlage und Kopierer, Klimaanlage im Serverraum, EDV, Blitzschutz und Außentreppe berücksichtigt. Auf der Investitionsagenda stehen auch die Gemeindeverbindungsstraßen von Gieboldehausen nach Bodensee und nach Bilshausen sowie Whiteboards für Grundschulen.

Im Vorbericht zum Haushaltplan 2015 wird noch einmal auf die gestiegene Steuerkraft der Mitgliedsgemeinden verwiesen, die Personalkostensteigerung und das Problem wachsender Pensionsrückstellungen sowie steigender Ausgaben für die Unterhaltung von Gebäuden, Sach- und Dienstleistungen thematisiert. Nach Neuordnung und Splitting der Gebühren für Abwasser und Regenwasser zeichnen sich auch höhere Friedhofsgebühren ab. Wegen der Unterdeckung in diesem Bereich werde eine künftige Anhebung der Gebühren unumgänglich sein, heißt es im Vorbericht.

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©Richter