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Glowatz organisiert Versammlung mit Redebeiträgen und Musik

„Freundeskreis“ am Westerturm Glowatz organisiert Versammlung mit Redebeiträgen und Musik

Duderstadt. Am Denkmal am Obertor dürfte am Sonntag ungewohnte Ruhe herrschen: Sowohl der „Freundeskreis Thüringen / Niedersachsen“ als auch die Gegendemonstranten wechseln in dieser Woche den Ort.

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Eine Versammlung des Freundeskreises Thüringen / Niedersachsen am Duderstädter Ehrenmal.

Quelle: Schauenberg (Archivfoto)

Seit Wochen versammelt sich der „Freundeskreis Thüringen / Niedersachsen“ in Duderstadt zu „Freiheitlichen Bürgertreffs“, bisher am Denkmal am Obertor. Teilnehmer entzünden Kerzen, halten Reden und führen anschließend Einzelgespräche. Seit Wochen demonstrieren Gegner des „Freundeskreises“ dagegen: Sie sehen die Gefahr, dass Duderstadt zu einem Treffpunkt für die rechte Szene werden könnte, da sie dem „Freundeskreis“ eine fremdenfeindliche Gesinnung und Kontakte zu Neonazis zuschreiben.

Beide Gruppierungen verlagern ihre Veranstaltungen nun in den Bereich der Innenstadt. Der „Freundeskreis“ hatte im Vorfeld bereits mehrfach angekündigt, stärker in die Kernstadt gehen zu wollen. Der Platz vor dem Rathaus und die Versammlungsorte an den Innenstadtkirchen standen dazu allerdings nicht zur Verfügung: Gegendemonstranten hatten selbst Kundgebungen bei der Stadtverwaltung Duderstadt angemeldet und damit die Plätze blockiert.

Wie der „Freundeskreis“ auf Facebook ankündigte, wollen sich seine Mitglieder zunächst auf dem Parkplatz am Zentralen Omnibus-Parkplatz treffen und dann zum Veranstaltungsort am Westerturm gehen.

Die Gegendemonstranten versammeln sich am Rathaus. Dort sollen ab 16.30 Uhr unter anderem Redebeiträge zu hören sein. Eine Schülerin des Eichsfeldgymnasiums werde von ihren Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe am Rosenthaler Hof berichten, kündigt Versammlungsleiter Dirk Glowatz für die Gegendemonstration an. Zusätzlich zu weiteren Reden und einer Luftballonaktion sei ein Programm geplant, das Musik mit Gitarren- und Flötenbegleitung beinhalte – allerdings keinen Lärm.

„Die Veranstaltung in der Innenstadt soll einen anderen Charakter erhalten“, erklärt Glowatz. „Wir planen eher eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema als ein lautes Zeichen des Protests.“ Die Veranstaltung stehe unter dem Motto „Gesicht zeigen für ein friedliches Miteinander aller Menschen in und um Duderstadt“. Interessierte, die selbst kreative Ideen beitragen wollten, könnten sich vor Veranstaltungsbeginn bei ihm melden, sagt der 44-Jährige, der erstmals eine Gegenveranstaltung ausrichtet. Er wolle damit das Bündnis aus SPD, Grünen und Wählergemeinschaft Duderstädter Bürgern (WDB) unterstützen, das bisher die Gegenkundgebungen organisiert hatte, sagt der aus dem Eichsfeld stammende Sudershäuser.

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©Richter