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Göttinger Kinder- und Jugendbuchwoche: Antje Wagner liest im Eichsfeld-Gymnasium Duderstadt

Spannende Reise im Kopf Göttinger Kinder- und Jugendbuchwoche: Antje Wagner liest im Eichsfeld-Gymnasium Duderstadt

Literatur für Jungen und Mädchen lebendig zu machen, lautet das Hauptziel der 47. Göttinger Kinder- und Jugendbuchwoche. Die Autorin Antje Wagner ist am Donnerstag zu zwei Lesungen ins Eichsfeld-Gymnasium Duderstadt gekommen.

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Liest Achtklässlern aus ihrem Endzeitroman „Vakuum“ vor: Antje Wagner in der Mediothek des Eichsfeld-Gymnasiums.

Quelle: Thiele

Duderstadt. „Ich wollte schon immer mal ein Buch über das Ende der Welt schreiben“, erklärte Wagner den Schülern in der Mediothek, die anschließend die Lesung des Endzeitromans „Vakuum“ verfolgten. Im Mittelpunkt stehen fünf junge Menschen im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren, die plötzlich eine Welt ohne andere Lebewesen und Geräusche erleben. Die Jugendlichen sind umgeben von einem geheimnisvollen Nebel. Als sie in den Dunst hineinkommen, merken sie, dass sie nicht alleine sind.

Wagner erzählte den Schülern diesen spannungsvollen Teil des Buchs, bevor sie zwei längere Passagen aus ihrem Werk vorlas. Fünf parallele Handlungsstränge verweben sich darin langsam ineinander. Während ihrer Lesung konzentrierte sich Wagner auf eine der fünf Hauptpersonen: die 16-jährige Cora, die im Gefängnis lebt.

„Man setzt selten mit dem Moment der Katastrophe ein“, beschrieb die 1974 in der Lutherstadt Wittenberg geborene  und mit mehreren Preisen ausgezeichnete Autorin die Herangehensweise bei einem Endzeitroman. Wichtig sei ihr, Figuren entstehen zu lassen, „die wirklich glaubhaft sind“. So habe sie für diese Passage ausführlich über den Alltag in Gefängnissen recherchiert.

Dabei habe sie festgestellt, dass die Insassen alle freiwillig in der Gefängnisbibliothek angemeldet seien, weil dies der einzige Ort sei, in dem sie reisen könnten. „Im Kopf“, fügte die Autorin hinzu. Die Zuhörer erfuhren, dass es rund zwei Jahre dauere, bis Wagner ein Buch fertiggestellt habe und sie bei der Auswahl des Covers ein Mitsprache-, aber kein Entscheidungsrecht besitze.

Bei den Schülern kam die Lesung gut an. „Das war richtig spannend“, so Johannes Möller aus Duderstadt. Lorenz Schröer aus Bilshausen kannte das Buch bereits. „Die Handlung ist recht mysteriös, ich habe mich beim Zuhören wieder daran erinnert“, sagte der Bilshäuser.

Von Axel Artmann

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