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Göttinger Straße eine Woche nicht befahrbar

Duderstadt Göttinger Straße eine Woche nicht befahrbar

Unterhalb des Asphalts der Göttinger Straße ist der Boden abgesackt. Binnen einer Woche soll der Schaden behoben werden. Bis dahin bleibt die Straße voll gesperrt. Die Ursache? Noch völlig unklar.

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Ausgebremst und mit Deo angesprüht

Die Göttinger Straße wird für die Bauarbeiten gesperrt
 

Quelle: Mischke

Duderstadt.  Autofahrer, die häufiger die Göttinger Straße in Duderstadt nutzen, dürften sich am Mittwochmorgen gewundert haben: Aus wenigen Baken, die es in den vergangenen Tagen zu umfahren galt, war unvermittelt eine Baustelle geworden. Mittags musste die Straße voll gesperrt werden.

Die Baken hatten zuletzt verhindern sollen, dass Autofahrer durch ein Loch im Asphalt führen, erklärte Sabine Holste-Hoffmann, bei der Duderstädter Stadtverwaltung für den Bereich Gefahrenabwehr und Feuerschutz zuständig. „Sichtbar war ein Loch mit einem Umfang von etwa 15 Zentimetern“, sagte sie. Mitarbeiter der Baufirma Vollmer hätten dann am Mittwoch den Schaden genauer untersucht – und festgestellt, dass unterhalb des Asphalts eine Lücke klafft. „Die Arbeiter haben einen Drei-Meter-Zollstock in den Asphalt gesteckt und noch Luft gehabt“, beschreibt Holste-Hoffmann das Ausmaß. Der Boden sei abgesackt, sagt Sven Sommer, Straßenbaumeister bei der Firma Vollmer, die die Ursache suchen und den Schaden beheben soll.

Kanalbruch eine mögliche Ursache

Nicht in die Tiefe, in die Breite laufe der Schaden, von außen allerdings nahezu unsichtbar. Der Untergrund sei nass, obwohl der Kanal auf der anderen Straßenseite verlaufe und die übrigen Leitungen unterhalb des Bürgersteigs verlegt seien. „Wir müssen jetzt erst einmal forschen“, sagt Holste-Hoffmann. Dass es sich um einen Kanalbruch handele, sei wahrscheinlich, sagt Vollmer. Möglich sei beispielsweise, dass der Starkregen ein altes Rohr zum Bersten gebracht habe, aber auch andere Gründe für das Wasser im Boden seien denkbar. „Es sieht aus wie in einer Tropfsteinhöhle“, beschrieb Holste-Hoffmann. Das Wasser habe den Boden verdrängt, dadurch sei ein Hohlraum entstanden. Dieser ziehe sich über mehrere Fahrspuren, sagte Sommer. Betroffen sei ein Teilstück von sechs bis sieben Metern – eine Gefahr, wenn die Last des Verkehrs weiterhin über den Asphalt gerollt wäre.

Umleitungen eingerichtet

Nun seien Auffräsen und Aufbaggern angesagt, sagt Sommer: Nach der Ursachenforschung gehe es an die Instandsetzung. Wie umfangreich diese ausfalle, hänge vom Ausmaß des Schadens ab. Daher sei jetzt eine Vollsperrung angeordnet. „Wir müssen auch an die Sicherheit der Arbeiter denken“, begründet Holste-Hoffmann. Die Anlieger seien informiert, auch seien bereits Umleitungsstrecken ausgewiesen. Entsprechende Hinweisschilder seien bereits an mehreren Stellen angebracht.

So müssen Autofahrer, die aus Richtung Thüringen kommen, über die Wolfsgärten und die Industriestraße fahren. Insbesondere der Schwer- und Fernverkehr sei davon betroffen. In die umgekehrte Richtung sei eine Umleitung über die Industriestraße ab der Ortsumgehung eingerichtet. Autofahrer, die zwischen Northeim und Göttingen unterwegs seien, beträfe die Sperrung nicht, da der Ampelbereich ausgenommen sei, so Holste-Hoffmann. Dort werde allerdings die Fahrtrichtung vorgeschrieben. Gleiches gelte für den Verkehr aus Herzberg / Breitenberg, der stadtauswärts geführt werde. „Die Anlieger werden ihre Grundstücke erreichen“, kündigt Holste-Hoffmann an.

Die Arbeiten sollen nun in den kommenden Tagen fortgesetzt werden. „Wir haben die Sperrung für eine Woche angesetzt“, sagt Holste-Hoffmann. „Hoffentlich können in der Zeit alle Schäden beseitigt werden.“ Sommer schätzt ebenfalls, dass die Arbeiten Mitte kommender Woche abgeschlossen sein werden.

Von Nadine Eckermann

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