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Gottesdienst der Bundespolizeiabteilung in Duderstadt

Beten in Uniform Gottesdienst der Bundespolizeiabteilung in Duderstadt

Der warme Ton einer mächtigen Tuba erklingt. Bedächtige Stille herrscht in dem Kirchengemäuer. Dann eröffnet das Blechbläserquintett des Bundespolizeiorchesters Hannover mit dem Stück „Fugue en Fa Mineur“ von Johann Sebastian Bach den vorweihnachtlichen Gottesdienst der Bundespolizeiabteilung Duderstadt in St. Cyriakus. Mehr als 200 Menschen waren gekommen, um die andächtige Stimmung zu genießen und sich auf das Fest vorzubereiten. 

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Wohlklang beim ökumenischen Gottesdienst: Der Schülerchor der Heinz-Sielmann-Realschule singt weihnachtliche Lieder.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. „Ein Segen, ein Geschenk, den Gottesdienst in dieser Kirche feiern zu dürfen“, sagt der katholische Oberpfarrer Andreas Bröckling.

Er könne sich noch daran erinnern, wie er mit 14 Leuten in der Tiftlingeröder Kirche gezittert habe. Die positive Resonanz und wachsende Teilnehmeranzahl habe dazu geführt, dass der Gottesdienst mittlerweile Tradition sei.

Vokalisten in Höchstform

Nach der Begrüßung, einem gemeinsamen Lied und einem gemeinschaftlich vorgetragenen Psalm erwartete die versammelte Hörerschaft das heimliche Highlight des Tages: Den Schülerchor der Heinz-Sielmann-Realschule aus Duderstadt trat auf. Unter der Leitung von Lehrer Mario Kistel, der die vorgetragenen Stücke auf seiner Akustik-Gitarre begleitete, liefen die jungen Vokalisten zu Höchstform auf.

Getragene, mehrstimmige Melodien, mal kraftvoll, mal sanft, jedoch immer mit sattem Ton und viel Freude präsentiert, hallten in der Weite des Gotteshauses wider. Etwa 60 Sängerinnen und Sänger trugen im Laufe des Gottesdienstes insgesamt vier Lieder mit ansteckender Leidenschaft vor.

„Der Mensch ändert sich am liebsten montags und Neujahr“, sagte der evangelische Pfarrer Eckhard Zihn in seiner Predigt.Er wolle den Weg zu Jesus Christus aufzeigen und erläuterte, „wie man drauf sein muss“, um den Sohn Gottes zu empfangen. Ein Fehler, den der Mensch begehe, sei das Fällen eines verfrühten Urteils. Er möchte die Zuhörer dazu einladen, nicht reflexartig zu urteilen und sich die Dinge entwickeln zu lassen.

„Ich bin Ausländer“

Nach einer Fürbitte der Lektoren Kerstin Stephan und Olaf Diederich und der Pfarrer Zihn und Bröckling erfüllte die Halle eine bedrückende Stille, als der in diesem Jahr verstorbenen Kollegen gedacht wurde.

„Ich bin Ausländer“, mit diesen Worten begann Polizeidirektor Martin Kröger seine Meditation zum Thema Ausländerfeindlichkeit. Er erzählte eine Geschichte, in der alle Dinge, die nicht aus Deutschland stammten, das Land verließen. Was blieb, war ein trauriges und leeres Land. „Gut, dass unsere Welt bunt und vielfältig ist“, schloss er seine Erzählung.

Nach dem Gottesdienst trafen sich die ehemaligen und aktiven Beamten zu einem Mittagessen unter dem Motto „Stunde der Begegnung“.

Von Kay Weseloh

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