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Feuerwehrleute rufen Heiligen Florian an

Gottesdienst Feuerwehrleute rufen Heiligen Florian an

"Die Kirche brennt", hat Pfarrer Markus Grabowski am Sonntag die Besucher seines Gottesdienstes begrüßt. Die kamen in Feuerwehruniformen. Aber nicht zum Löschen, sondern, um den Segen zu erbitten.

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Quelle: JV

Langenhagen. Vor Freude und Begeisterung stehe die Kirche in Flammen, sagte Grabowski, der rund 50 Feuerwehrleute und Schornsteinfeger in voller Montur in der Kirche empfing. Sie waren gekommen, um den Heiligen Florian, den Schutzpatron der Retter, anzurufen und den Segen für ihre Arbeit zu erbitten. "Einem Schornsteinfeger zu begegnen, soll ja Glück bringen", sagte Grabowski. Die geballte Ladung müsse dann wohl vor ihm sitzen. Doch eigentlich sei es Gott, der vor Unheil bewahren wolle, "so wie Ihr, wenn Ihr ausrückt, wenn Gefahr droht", wandte er sich an die Feuerwehrleute. 

Schornsteinfegermesse

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Das Böse in der Welt sei das "Bollwerk des Unglaubens", nahm Grabowski einen Gedanken Georg Büchners auf: Leid, Unrecht und Tod ließen Zweifel an der Existenz des guten Gottes entstehen, sagte er. 

Aus dem kleinsten Senfkorn könne etwas Großes entstehen

Doch die Zeit werde es bringen, dass das Gute über das Böse siege. Bis dahin solle der Glaube aufrecht erhalten werden. Selbst die Jünger hätten gezweifelt. "Sie damals und wir heute sind keine Glaubenshelden", sagte Grabowski. Aber schon aus dem kleinsten Senfkorn Glauben könne etwas Großes entstehen. Darum bat er: "Herr, stärke unseren Glauben."

Begegnung im Dorfhaus

Mut für ihre Einsätze erbaten sich die Retter, die Grabowski im Gottesdienst segnete. Sie waren zum ersten Mal in Langenhagen zusammengekommen, um den Gottesdienst der Schornsteinfeger und Feuerwehrleute zu feiern. Im Anschluss an die Messe verbrachten sie Zeit gemeinsam bei der Begegnung im Dorfhaus. ne

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©Richter