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Kunst am Trafohäuschen

Graffiti-Aktion von Duderstadt 2020 Kunst am Trafohäuschen

Erste sichtbare Ergebnisse zeigen sich im Graffiti-Workshop, den die Gesellschaft Duderstadt 2020 mit Jugendlichen organisiert hat. Das Trafohäuschen in der Göttinger Straße soll mit Silhouetten der Duderstädter Turmlandschaft auf die Besonderheiten der Eichsfeld-Metropole hinweisen.

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Völlig legal: Graffiti am Trafohäuschen der EEW entsteht mit dem Workshop, an dem sich zwölf Jugendliche beteiligt haben.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Auf dem fahrbaren Gerüst, das der Bauhof für die Graffiti-Aktion zur Verfügung gestellt hat, herrschte Gedränge. Manche der Jugendlichen drückten die riesige Schablone mit der Duderstädter Dachlandschaft an die Wand, andere schüttelten kräftig ihre Spraydosen und sprühten die Farbe in die Freiflächen. Kunstlehrerin Christine Boes gab ein paar Tipps, um weiße Wölkchen auf dem hellblauen Himmel zu gestalten. Die Jugendlichen entwickelten ein Gefühl dafür, wie der raue Putz auf dem Trafohäuschen die Farbe am besten annimmt.

Erste sichtbare Ergebnisse zeigen sich im Graffiti-Workshop, den die Gesellschaft Duderstadt 2020 mit Jugendlichen organisiert hat. Das Trafohäuschen in der Göttinger Straße soll mit Silhouetten der Duderstädter Turmlandschaft auf die Besonderheiten der Eichsfeld-Metropole hinweisen.

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„Graffiti ist eine Kunstform im öffentlichen Raum. Es geht den Künstlern nicht um Sachbeschädigung oder Parolen, sondern darum, Kunst für alle zugänglich zu machen“, erklärte Boes. Unter den Graffiti-Sprayern gebe es einen Ehrenkodex: „Gecrosst wird nicht - zumindest nicht auf legalen Wänden“, sagte Boes. Crossen nennen die Sprayer das Übermalen schon bestehender Graffitis. Legale Wände sind solche, die von den Eigentümern für Graffiti-Kunst zur Verfügung gestellt wurden. Für den Duderstädter Workshop hat die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft (EEW) das Trafohäuschen in der Göttinger Straße zur Verfügung gestellt. Auch die Stadt Duderstadt ist in das Projekt involviert.

„Vermutlich wird es noch weitere legale Flächen von der EEW geben“, freute sich Susanne Bedorz, Projektleiterin bei Duderstadt 2020, auf die Möglichkeit, mit dem Kunstprojekt auch nachhaltig etwas zu bewegen. „Dieses Angebot fördert die Kreativität. Vielleicht können manche etwas ähnliches ja auch zu Hause umsetzen, statt sich ein fertiges Wandtattoo zu kaufen“, meinte Karsten Ley, Geschäftsführer von Duderstadt 2020. Im Workshop hatten die Jugendlichen zunächst zwei Tage mit der Vorbereitung verbracht. Neben der Ideenfindung, wie das Thema „Duderstadt in Bewegung“ überhaupt künstlerisch umgesetzt werden sollte, ging es dann an die Fertigung der Schablonen. Um lebensgroße Figuren wie einen Skateboard-Fahrer oder einen Touristen mit Kamera darzustellen, haben die Jugendlichen sich selbst in Aktion fotografiert, dann die Bilder mit einem Beamer an große Pappwände geworfen und die Figuren ausgeschnitten. Bis Freitag soll die Kunst am Trafohäuschen fertiggestellt sein.

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Das Werk ist vollendet: Elf Jugendliche haben am Freitag das mit Graffitis gestaltete Trafohäuschen in der Göttinger Straße symbolisch an den Geschäftsführer der Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft, Markus Kuhlmann, übergeben.

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©Richter