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Grau wird bunt mit Graffiti

Kunst-Projekt mit Jugendlichen Grau wird bunt mit Graffiti

Mit Spraydosen Wände zu besprühen, und zwar ganz legal, das haben sich für die kommenden Tage zwölf Jugendliche in Duderstadt vorgenommen. Das Kunst-Projekt ist aus der Jugendzukunftskonferenz 2015 hervorgegangen und wird von der Gesellschaft Duderstadt 2020 betreut.

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Bürgermeister Wolfgang Nolte (hintere Reihe, 3. v. l.) begrüßt die Kids zum Graffiti-Workshop bei Duderstadt 2020, der von Projektmanagerin Susanne Bednorz (hintere Reihe 2. v. r.) und EGD-Lehrerin Christine Boes (hintere Reihe 3. v. r.) durchgeführt wird. Hintere Reihe r.: Duderstadt2020-Geschäftsführer Karsten Ley.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Der Startschuss fiel am Montag in den Räumen von Duderstadt 2020 im Rathaus. Bürgermeister Wolfgang Nolte besuchte die jungen Teilnehmer und segnete ihr Vorhaben ab. „Etwas Farbe in die Stadt zu bringen, ist ein uralter Gedanke“, sagte Nolte und dankte dabei auch allen Duderstädtern dafür, dass bisher die historischen Bauwerke von Graffiti-Sprayern weitgehend verschont geblieben sind.

Trafohäuschen verschönern

Nun soll das Trafohäuschen der Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs GmbH (EEW) an der Göttinger Straße mit Graffiti-Kunst verschönert werden. Dabei geht es aber nicht einfach drauf los. Christine Boes, Kunstlehrerin am Eichsfeld-Gymnasium (EGD), gibt bei der Vorbesprechung Anleitungen: „Wir unterscheiden zwischen Kunst und Vandalismus. Mit der Genehmigung der EEW dürfen wir die Wände des Trafohäuschens besprühen. Ohne Genehmigung wäre das Vandalismus und somit eine Straftat“, klärt Boes auf. Susanne Bednorz, Projektleiterin von Duderstadt 2020, hatte zuvor mit dem Bauhof einen Termin vereinbart, und nach der Vorbesprechung dürfen die Jugendlichen ihre ersten künstlerischen Versuche mit der Spraydose auf dem Bauhofgelände starten.

„Dort ist Platz, um auf Pappe und Leinwand zu üben, wie die Spraydose am besten zu halten ist. Man braucht etwas Gefühl dafür, um die Farbe richtig dosieren zu können“, erklärt Bednorz. Außerdem wurden Schablonen angefertigt, um bestimmte Formen nicht erst am Kunstwerk selbst auszuprobieren.

Bis auf den letzten Platz ausgebucht

Dass der Graffiti-Workshop auf großes Interesse bei den Jugendlichen stößt, beweist schon, dass er bis auf den letzten Platz ausgebucht war. „Wir haben auch im Ferienprogramm des Kinder- und Jugendbüros dafür geworben und Flyer in den Schulen verteilt“, sagt Bednorz.

Bei der Jugendzukunftskonferenz vor etwa einem Jahr hatte eine Gruppe von jugendlichen Teilnehmern die Idee formuliert, mit Graffiti langweiligen grauen Wänden etwas Farbe zu verpassen. Ziel der Konferenz war es, Jugendlichen die Chance zu geben, sich für ihre Heimatregion einzusetzen, eigene Ideen für ein besseres Miteinander und eine bessere Infrastruktur zu entwickeln und sich an nachhaltigen Projekten zu beteiligen.

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Das Werk ist vollendet: Elf Jugendliche haben am Freitag das mit Graffitis gestaltete Trafohäuschen in der Göttinger Straße symbolisch an den Geschäftsführer der Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft, Markus Kuhlmann, übergeben.

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©Richter