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Granaten noch im Seeburger See

Beratung mit Behörden Granaten noch im Seeburger See

Nach dem Fund von amerikanischen Fünf-Zentimeter-Mörsergranaten am Montag im Seeburger See bleibt das Gelände des Angelsportvereins bis auf weiteres gesperrt. Die Behörden überlegen noch, wie weiter vorgegangen werden soll.

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Quelle: Schauenberg

Bernshausen. Nach dem Fund von amerikanischen Fünf-Zentimeter-Mörsergranaten am Montag im Seeburger See bleibt das Gelände des Angelsportvereins bis auf weiteres gesperrt.  Die Behörden überlegen noch, wie weiter vorgegangen werden soll. Am Mittwoch soll vor Ort auch mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen entschieden werden.

Zuständig ist offenbar die Samtgemeindeverwaltung Radolfshausen als Gefahrenabwehrbehörde, auf die auch der Landkreis verweist. „Wir gehen davon aus, dass weiter gesucht werden muss“, sagte Hendrik Seebode, Fachbereichsleiter der Samtgemeindeverwaltung. Die Verwaltung werde sich mit anderen fachkundigen Behörden am Mittwoch beraten. Eine akute Gefahr gehe von den Granaten offenbar nicht aus, die dort wahrscheinlich schon 70 Jahre lägen, so Seebode.

Angler hatten am Montag im Seeburger See dicht neben dem Bootssteg auf dem Gelände des Bernshäuser Angelsportvereins Gegenstände auf dem Seegrund in etwa 1,30 Meter Wassertiefe gesehen. Sie holten eine der Mörsergranaten aus dem Zweiten Weltkrieg aus dem Wasser, bevor sie erkannten, um was es sich handelte. Am Abend war der Kampfmittelbeseitigungsdienst von einem Einsatz in Stade in Bernshausen eingetroffen.  Ihnen gelang es aber nur, eine weitere Granate zu bergen.

Am Dienstag blieb der Steg gesperrt. Der Steg liegt in einem abgesperrten Bereich des Angelvereins. Am Zaun hing nur ein Papier mit der Aufschrift: „Das Vereinsgelände ist bis auf Weiteres gesperrt! Betreten verboten!“ Der Badebetrieb auf der anderen Seeseite in Seeburg ist zumindest Mittwoch eingestellt. Offiziell habe er noch keine Informationen, sagte Timo Freckmann, Vorsitzender des Angelvereins, am Dienstag. Er werde darauf achten, dass niemand das Gelände betrete.

Auch wenn die alte Munition da offenbar lange gelegen habe, „ich möchte nicht darauf springen“, sagte Freckmann. Vor 20 Jahren sei der Steg gebaut worden. Von Munitionsfunden im See sei im nichts bekannt. Freckmann vermutet, dass die Mörsergranaten durch den Sturm vor vier Wochen freigespült wurden und so bei ruhigem Wasser zu sehen sind.

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©Richter