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Grenzlandmuseum Eichsfeld bangt um Gäste

Keine Spange zur geplanten Umgehung Grenzlandmuseum Eichsfeld bangt um Gäste

Wie der Ortsrat Gerblingerode fordert auch der Trägerverein des Grenzlandmuseums Eichsfeld, beim Bau der Umgehung Duderstadt/Ferna eine Querverbindung zur alten B 247 zu schaffen. In den aktuellen Trassenplänen im Genehmigungsverfahren ist keine Verbindung zwischen Teistungen und Gerblingerode zur neuen Bundesstraße mehr vorgesehen.

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Existenz gefährdet? Grenzlandmuseum.

Quelle: CM

Teistungen. Dadurch sei auch die Existenz des Museums gefährdet, heißt es in einer Resolution des Trägervereins an das Landesverwaltungsamt Thüringen. Bei 40 Prozent der Gäste handele es sich um Spontanbesucher, betont Tiftlingerodes Ortsbürgermeister Gerd Goebel (CDU), der den Antrag gestellt hat und auch um die „herausragende Stellung im Gedenkstättenkonzept des Bundes“ bangt. Gerade die verkehrsgünstige Lage sei ein bedeutender wirtschaftlicher und touristischer Faktor für das Museum. Würde es vom Verkehr abgehängt, entfielen Besucherentgelte in fünfstelliger Höhe und dem Museum drohe die Schließung. Geschäftsführer Paul Schneegans verweist auf rund 63 000 Besucher im vergangenen Jahr und 1,2 Millionen Gäste insgesamt.

Die Grünen im Ober- und Untereichsfeld befürchten, dass sich  durch den Neubau der Bundesstraße 247 die Zahl der Besucher im Grenzlandmuseum um fast die Hälfte reduzieren würde. Damit bedrohe der Straßenneubau nicht nur die wirtschaftliche Existenz von Gewerbebetrieben, sondern auch eine wichtige Stätte der öffentlichen, mahnenden Erinnerung an die tödliche Grenze und die DDR-Vergangenheit, heißt es in einer Mitteilung der Thüringer Landtagsabgeordneten Astrid Rothe-Beinlich und der Eichsfeld-Grünen.„Derzeit befindet sich das Museum am alten Grenzübergang direkt an der Bundesstraße, durch den Neubau würde der historische Standort des Museums in den Originalräumen des ehemaligen Verwaltungsgebäudes am Grenzübergang vom Verkehr abgeschnitten“, befürchtet Rothe-Beinlich. Auch die auffällige Gestaltung des alten Grenzdurchlasses durch die neue Fußgängerbrücke spiele eine Rolle für Spontanbesucher, so der Bündnisgrüne Lothar Wandt, Mitglied des Museums-Trägervereins.  Ohne die Durchfahrtsgäste würden dem Museum viele Besucher fehlen. Wandt: „Die einzige konsequente Forderung ist, den Neubau der B 247 ganz zu unterlassen“. ku/ft

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