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Großmeister Festing bei Malteser-Wallfahrt in Germershausen

Schlussandacht Großmeister Festing bei Malteser-Wallfahrt in Germershausen

Er hat den Rang eines Staatspräsidenten und Kardinals. Der Großmeister des Malteser-Ritterordens, Fra‘ Matthew Festing, gehörte am Sonntag zu den 200 Teilnehmern an der ökumenischen Schlussandacht, mit der die Wallfahrt für Menschen mit Behinderung, Kranke und Ältere endete.

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Malteser-Großmeister Fra‘ Matthew Festing (von links) und Eva-Maria Hilgers-Canisius, Ortsbeauftragte der Malteser in Göttingen, im Gespräch mit den Maltesern in Germershausen.

Quelle: Heinze/Malteser

Germershausen. „Bitte entschuldigen Sie, aber mein Deutsch reicht nur, um ein Bier zu bestellen“, erklärte Festing bei seiner Vorstellung auf Englisch. Als britischer Soldat war der promovierte Historiker einst in der Bundesrepublik stationiert. Niedersachsen sei ihm aus dieser Zeit vertraut, übersetzte die Göttinger Ortsbeauftragte des Malteser Hilfsdienstes, Eva Hilgers-Canisius. Nach der Andacht ließ sich der Großmeister, der vom Magistral-Palast in Rom die Geschicke des Ordens lenkt, die 20 Göttinger Ehrenamtlichen der Malteser vorstellen. Der Hilfsdienst gehört zu den Organisationen, die für den Orden die mildtätige Arbeit leisten. Auch die Wallfahrt haben die Malteser unterstützt.

 
Der Orden entstand 1048 in Jerusalem, um Pilgern Schutz und Obdach zu gewähren. Mehrfach wich er vor muslimischen Truppen zurück, bis er 1530 die Insel Malta zum Lehen erhielt. Nach ihr ist der Orden benannt. Von dort wurde er 1798 von Napoleon vertrieben. Als Subjekt des Völkerrechts unterhält der Zusammenschluss, der weltweit 13.500 Mitglieder hat, diplomatische Beziehungen zu mehr als 100 Staaten. Festing hat am Wochenende an der Generalversammlung der Deutschen Assoziation des Ordens teilgenommen. Von den 600 Mitgliedern erschienen 240 in Hildesheim.

 
Während sich der Großmeister die Wallfahrtskapelle zeigen ließ, segneten Propst Bernd Galluschke und der evangelische Superintendent Volkmar Keil gemeinsam mit Pfarrern und Diakonen die Pilger persönlich. Fast alle, auch die vielen jungen Helfer, nutzten das Angebot.

 

Von Michael Caspar

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