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Grüne Duderstadt: Dienstleistungs-Defizit in Dörfern beseitigen

Laden, Bank und Verwaltungsstelle in einem Grüne Duderstadt: Dienstleistungs-Defizit in Dörfern beseitigen

Lebensmittel einkaufen, Geld holen, Briefe zur Post bringen und Behördengänge erledigen – geht es nach einem Vorschlag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Duderstadt, soll dies alles an einem Ort in jedem Dorf möglich sein.

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Lebensmittel einkaufen, Geld holen, Briefe zur Post bringen und Behördengänge erledigen – geht es nach einem Vorschlag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Duderstadt, soll dies alles an einem Ort in jedem Dorf möglich sein.

Quelle: Tietzek

Duderstadt. Für die Grünen hat Fraktionsvorsitzender Hans Georg Schwedhelm einen entsprechenden Antrag auf den Weg gebracht, mit der Bitte, das Themas im Stadtrat beiehungsweise im Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Tourismus aufzugreifen.

Der Rat soll sich dafür einsetzen, so der Grundgedanke des Antrags, dass in den Ortsteilen der Stadt Duderstadt Einrichtungen zur Grundversorgung erhalten beziehungsweise geschaffen werden. „Hierbei ist zu überprüfen, ob die Aufgaben der Verwaltungsstellen der Stadt Duderstadt einzubeziehen sind“, erklärt Schwedhelm.

Die Grünen stellen sich eine Art erweiterten Dorfladen vor: „In den Basiseinrichtungen soll der Versuch gestartet werden, den  Verkauf von Lebensmitteln, das Angebot von Bank- und Postdienstleitungen sowie die Aufgaben von Verwaltungsstellen der Stadt Duderstadt in einer Einrichtung zusammenzufassen.“ Gespräche mit entsprechenden Partnern solle die Verwaltung führen, so der Antrag der Grünen.

Die Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte hätten es mit sich gebracht, dass in den ländlichen Gebieten Gaststätten, Schlachtereien, Bäckereien, Poststellen und Dorfläden zunehmend geschlossen wurden und als Einzelangebote kaum mehr wirtschaftlich zu betreiben seien, begründet Schwedhlm.

Gerade in den vergangenen Tagen habe die Volksbank Mitte den Abbau von Bankautomaten und die Schließung von Filialen angekündigt. „Die Situation verbessert sich also nicht, sondern Rahmenbedingungen zum Leben auch  in den Dörfern verschlechtern sich weiter“, sagt Schwedhelm.

Um eine weitere Abwanderung aus den ländlichen Gemeinden zu vermeiden, müssten bestimmte Dienstleistungen vor Ort angeboten werden. Für die sechs Ortsteile der Stadt Duderstadt, die in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen worden sind, seien besondere Fördermöglichkeiten zu berücksichtigen.

„Förderungen, insbesondere im Rahmen der Richtlinie ,Zuwendungen zur Förderung des ländlichen Raumes´ des Landes Niedersachsen könnten hierfür eine Grundlage sein“, glaubt Schwedhelm. Der Erhalt von Dorf- und Nachbarschaftsläden und die Schaffung von Einrichtungen für soziale Dorfhelfer seien nur zwei Stichworte aus dem Förderprogramm. Außerdem müsse geklärt werden, ob es Unterstützung aus dem Programm Leader gebe.

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©Richter