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Grüne Jugend: „Für eine völlige Entwarnung ist es zu früh“

„Freundeskreis“-Absage Grüne Jugend: „Für eine völlige Entwarnung ist es zu früh“

Die Grüne Jugend Göttingen wertet die Absage der Kundgebungen des „Freundeskreises Thüringen / Niedersachsen“ als Erfolg einer „breiten Gegenmobilisierung“. Zugleich warnen die Mitglieder der Jugendorganisation der Grünen vor einer Unterwanderung von Info-Veranstaltungen zu Flüchtlingsthemen.

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Quelle: Archiv

Duderstadt. Dem „Freundeskreis Thüringen / Niedersachsen“ gehe die Puste aus - so interpretieren Mitglieder Grünen Jugend (GJ) die Ankündigung des „Freundeskreises“, fortan keine wöchentlichen „Mahnwachen“ mehr in Duderstadt, Northeim und Lindau abzuhalten. „Offensives Vorgehen und entschlossener Protest gegen Neonazis und Rassisten haben sich als die richtige Strategie erwiesen“, urteilt ein Grünenmitglied. In Lindau und Duderstadt hätten sich gesellschaftlich breit unterstützte Bündnisse gebildet. „An beiden Aufmarschorten hat sich eine eindeutige gesellschaftliche Mehrheit gegen Rassismus und Nationalismus positioniert.“

Die Jugendorganisation der Grünen ruft dazu auf, „weiterhin wachsam zu sein und weiterhin konsequent gegen Rassismus, Nationalismus und Faschismus auf die Straße zu gehen“. Der „Freundeskreis“ habe weitere Aktionen angekündigt, „für eine völlige Entwarnung ist es also auch deshalb zu früh“.

Der „Freundeskreis“ hatte am Sonntag bekanntgegeben, keine wöchentlichen „Mahnwachen“ mehr zu veranstalten, sondern nun zu „Stufe 2“ überzugehen. Dazu seien „kleinere, lokale Bürgerinitiativen“ gegründet worden. Zudem solle es „tägliche Aktionen“ und monatliche Großdemonstrationen in der Region geben.

Die Grüne Jugend sieht darin Radikalisierungstendenzen. Auch warnt sie vor einer „Unterwanderung“ von Informationsveranstaltungen zu geplanten Flüchtlingsunterkünften in der Region durch Mitglieder des „Freundeskreises“. Am Montag hätten „zwei bekannte AfD-Funktionäre zusammen mit weiteren Neonazis“ während einer Veranstaltung zur Information über die geplante Einrichtung am Göttinger Hagenberg versucht, „Stimmung zu machen und so rassistische Ressentiments und Ängste zu schüren“.

Auch an der Info-Veranstaltung zur geplanten Flüchtlingsunterbringung im ehemaligen Max-Planck-Institut in Lindau am Dienstag hatten ein Sprecher und weitere Sympathisanten des Freundeskreises teilgenommen. Dort sei zwar die Polizei aufmerksam geworden, berichtet der „Freundeskreis“ auf seiner Facebookseite, es sei aber alles friedlich verlaufen.

Die Grüne Jugend sieht im Besuch des „Freundeskreises“ solcher Veranstaltungen eine „Unterwanderung“ zum Zweck der „rassistischen Agitation“ und ruft dazu auf, „Infoveranstaltungen zu besuchen und AfD-Mitglieder und Neonazis zu demaskieren, zu isolieren und an der Verbreitung rechter Hetze zu hindern.“ Auch kündigen die Mitglieder der Grünen Jugend an, am Sonnabend, 5. März auf die Straße gehen zu wollen. Für diesen Tag soll der „Freundeskreis“ eine erste Großdemo in der Region planen.

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©Richter