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Grüne geben Umgehung Duderstadt keine Chance

Schnellbussystem favorisiert Grüne geben Umgehung Duderstadt keine Chance

Die Grünen im niedersächsischen Landtag sehen keine Chance für den Weiterbau der Duderstädter Umgehung  bis nach Ferna in Thüringen. „Wir sehen keinen Bedarf“, sagte die verkehrspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Susanne Menge, am Freitag in Duderstadt. Sie sprach sich dafür aus, Geld lieber in bessere Schulen und ein Schnellbussystem für den ländlichen Raum zu investieren.

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Susanne Menge, verkehrspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion.

Quelle: FT

Duderstadt. Die frühere CDU/FDP-Landesregierung habe alleine 224 Neubauprojekte für den kommenden Bundesverkehrswegeplan angemeldet, sagte Menge. Es würde 80 Jahre dauern, um sie zu verwirklichen.

Angesichts eines Sanierungsbedarfs von jährlich 7,2 Milliarden Euro ohne Brücken beim Bund seien Neubauten nicht vordringlich. Wichtiger sei, die Schienenanbindung zu verbessern, sonst gebe es 2030 einen Kollaps im Hamburger Hafen. Der Bund werde auch nicht zwei Projekte in Südniedersachsen finanzieren, glaubt Menge. Unterstützung im Landtag gebe es für das Projekt Eschershausen-Negenborn im Weserbergland. Im Juli werde ein Antrag von SPD und Grünen dazu eingebracht, kündigte die Abgeordnete an.

Die vielen Einwendungen gegen den Weiterbau zeigten, dass es einen gesellschaftlichen Konsens wie vielleicht früher nicht mehr gebe, sagte der grüne Fraktionschef im Rat der Stadt Duderstadt, Hans-Georg Schwedhelm. Der erste Umgehungsabschnitt um Westerode bis zum Duderstädter Gewerbegebiet Euzenberg soll im Oktober für den Verkehr freigegeben werden.

Die Umgehung soll von einem Kreisel an Tiftlingerode und Gerblingerode vorbei durch einen fast 400 Meter langen Tunnel durch den Pferdeberg weitergeführt werden und hinter Teistungen und Ferna wieder auf die alte B 247 treffen. Die Grünen im thüringischen Eichsfeld hatten ebenfalls Einwendungen im laufenden Planfeststellungsverfahren  vorgebracht. Ortsumgehungen im Zuge der B 247 bei Wintzingerode und Worbis auf dem Weg zur Autobahn 38 sind bereits fertiggestellt.

Angesichts zurückgehender Bevölkerungszahl und immer mehr älteren Menschen forderte Menge mehr Nahverkehrsangebote und ein Schnellbussystem im ländlichen Raum. Von Göttingen nach Duderstadt habe sie eine Stunde benötigt, beklagte Menge. Schülerbeförderung als öffentlicher Personennahverkehr reiche nicht aus. Möglichkeiten würden nicht ausgeschöpft.

Rot-Grün in Hannover schichte den Bundestopf für Verkehr von 60 zu 40 zugunsten der Straße auf 60 zu 40 zugunsten des ÖPNV um.  Eine Busverbindung nach Göttinegn mit mehr als einer Stunde Fahrtzeit sei keine Alternative für Pendler, sagte Schwedhelm. Ein Schnellbus, der vielleicht nur noch in Ebergötzen halte, wäre es. Das Land sei in Finanzierungsverantwortung.

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