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Grüne werben in Westerode

B 247-Antrag Grüne werben in Westerode

Im Stadtrat waren sie mit ihrem Antrag gescheitert. Jetzt werben Bündnis 90/Die Grünen in Westerode um Unterstützung für ihren Vorschlag, auf den Bau der Ortsumgehung Duderstadt/Gerblingerode (Verkehrsabschnitt drei mit Pferdebergtunnel) zu verzichten, und stattdessen zügig die Umgehung Westerode zu bauen.

Am gestrigen Montag, 28. Februar, fanden die verkehrsgebeutelten Westeröder entsprechende Flugblätter in ihren Briefkästen. „Möglicherweise hat diese Idee doch noch eine Chance, wenn die Forderung vom Ortsrat Westerode und der Bevölkerung in Westerode unterstützt wird“, heißt es darin.

Konkret solle die Ortsumgehung bis zum Kreisel am Euzenberg weitergeführt werden, heißt es in der Broschüre. Damit auch die Anwohner in den folgenden Orten entlastet werden, schlägt die Fraktion noch weitere Maßnahmen vor, wie die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Gerblingerodes, den Ausbau des Duderstädter Rings an der Schindangerbrücke, Unterstützung beim Einbau von Lärmschutzfenstern, Tempobeschränkungen oder die „Vermautung“ der Strecke Gieboldehausen-Worbis für den Lkw-Verkehr.
Somit fordern die Grünen eine Entkoppelung der Ortsumgehung Westerode vom Bau der restlichen Strecke der neuen B 247 bis zur Landesgrenze. Die Verknüpfung beider Abschnitte hatte der damalige niedersächsische Verkehrsminister Walter Hirche (FDP) hergestellt, als er 2006 feststellte, die Umgehung Westerode besitze keinen eigenen Verkehrswert.

Als Grund der Bauverzögerung sehen die Grünen eine falsche Verkehrsprognose von 1995, auf der die Planungen basierten. Hier sei vorhergesagt worden, dass die Verkehrsbelastung in der Göttinger Straße in Duderstadt und in Gerblingerode steige. Doch seit dem Jahr 2000 seien hier die Verkehrsströme zurückgegangen. Keine Bundesregierung werde eine Straße bauen, die auf derart falschen Prognosen fuße, so der Tenor des Flugblattes.

Von Erik Westermann

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