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Laubbäume im Naturschutzgebiet gefällt

Anfrage der Grünen Laubbäume im Naturschutzgebiet gefällt

In einem Brief hat Hans Georg Schwedhelm, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat, Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) um Aufklärung über die Fällung von Laubbäumen im Naturschutzgebiet am ehemaligen Grenzstreifen gebeten. Die Rodung soll eine Fläche von 3,9 Hektar betreffen.

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Duderstadt. Einem regelmäßig den als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Teils des städtischen Waldes „Lindenberg“ besuchenden Spaziergängers sei aufgefallen, dass auf einer Fläche der Stadt Duderstadt im vergangenen Winter große Laubbäume gefällt wurden, so Schwedhelm in seinem Schreiben. Die Bäume, darunter unter anderem Starkbuchen, seien zwischenzeitlich aus der Fläche herausgezogen und die Baumkronen von Privatpersonen aufgearbeitet und abtransportiert worden. Diesen Sachverhalt habe eine Ortsbesichtigung am 16. Juli bestätigt.

Ausgewiesenes Naturschutzgebiet

„Die gerodeten Flächen befinden sich im ausgewiesenen Naturschutzgebiet ‚Grenzstreifen zwischen Teistungen und Ecklingerode‘“, erklärt der Grünen-Fraktionsvorsitzende. Die Fläche im Gebiet des Landkreises Eichsfeld sei Eigentum der Stadt Duderstadt, weshalb nach Meinung Schwedhelms davon auszugehen sei, dass die Rodung nur nach Absprache mit dem Eigentümer erfolgt sei.

Schwedhelm erinnert in seinem Brief an einen Ortstermin 2010. Damals sei zwischen allen Beteiligten vereinbart worden, dass „im Interesse einer ungestörten Entwicklung der natürlichen walddynamischen Prozesse“ „die Nutzung auf der gesamten Fläche vollständig eingestellt werden“ sollte. Er zitiert weiter: „Eine Instandsetzung des Holzabfuhrweges in dem Bereich sollte ebenfalls unterbleiben.“

Rodung mit Verwaltung abgestimmt?

Für Schwedhelm ergab die Situation verschiedene Fragen. So will er wissen, ob die Rodung im Naturschutzgebiet stattgefunden hat und ob diese mit der Verwaltung abgestimmt worden sei. Auch interessiert ihn, warum der Weg in dem Bereich instandgesetzt worden sei. Des Weiteren fragt er, ob es eine Beteiligung des Landkreises Eichsfeld als untere Naturschutzbehörde gegeben habe, welchen Gewinn die Stadt Duderstadt durch den Holzverkauf erzielt habe und wie die Verwaltungsspitze sicherstellen wolle, dass sich ein solcher Vorgang nicht wiederhole. Eine Kopie des Schreibens schickte Schwedhelm an das Umweltamt des Landkreises Eichsfeld.

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©Richter