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Grundversorger erhöht Strompreise

Umstellung auf Ökostrom aus Skandinavien Grundversorger erhöht Strompreise

Die Eichsfelder Energie- und Wasserwirtschafts-GmbH erhöht zum Jahreswechsel die Strompreise. Die Preissteigerung beträgt nach Angaben von Vertriebsleiter Olaf Robitzsch je nach Verbrauch und Tarif 2,5 bis 3,7 Prozent.

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Auch andere Stadtwerke und Versorger im Umland wollen die Strompreise erhöhen.

Quelle: SFB

Duderstadt. Die EEW ist Strom-Grundversorger für die Kernstadt Duderstadt und Gerblingerode und hat zuletzt zum Jahreswechsel 2013 an der Preisschraube gedreht. „Wir kommen nach vier Jahren Stabilität nicht um Preisanpassungen, die mit einem Sonderkündigungsrecht verbunden sind, herum“, sagt Robitzsch. Als Grund nennt er gestiegene Netznutzungsentgelte und Abgaben, insbesondere die Umlage nach dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz). Allein die EEG-Umlage sei in den vergangenen Jahren von rund 5,3 auf knapp 6,9 Cent pro Kilowattstunde angewachsen. Zudem erhöhe die Tennet als einer von vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern die Entgelte von 6,54 auf 6,93 Cent pro Kilowattstunde.

Die Netzbetreiber könnten mit dem raschen Ausbau von Windkraft und Photovoltaik nicht Schritt halten, das Netz sei mit den Schwankungen überfordert, für Gegenmaßnahmen würden Kosten in Milliardenhöhe anfallen, meint Robitzsch. Auch andere Stadtwerke und Versorger im Umland würden die Strompreise erhöhen. Für Eon-Kunden würden die Preise bis auf Weiteres stabil bleiben, sagt Unternehmenssprecher Maximilian Heiler: „Mehrere Faktoren beeinflussen den Preis. Es ist zu früh, verlässliche Prognosen zu treffen.“

Der Preisanstieg für die EEW-Kunden werde durch günstige Einkäufe an der Strombörse abgefedert, teilt Robitzsch mit: „Sonst wäre der Anstieg doppelt so hoch.“ Für einen Vierpersonenhaushalt mit 3000 Kilowattstunden Jahresverbrauch würden jährlich rund 24 Euro Mehrkosten für Strom anfallen.

Nicht nur an der Preisfront gibt es Veränderungen. Die EEW stellt den gesamten Stromvertrieb im Haushalts- und Kleingewerbebereich auf Ökostrom um. Auch die Ladesäulen für Elektrofahrzeuge werden künftig mit Ökostrom gespeist. Geliefert werde der Strom von Wasserkraftwerken aus Skandinavien, bestätigt Robitzsch. Schon seit Jahren betrage der Anteil an Ökostrom im EEW-Netz mehr als 45 Prozent, ab 2017 werde ein weiterer Schritt in Richtung Energiewende und Klimaschutz beschritten. Dann komme der Strom komplett aus erneuerbaren Energiequellen und sei klimaneutral.

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Von Redakteur Kuno Mahnkopf

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