Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Koordinator für Hilfsangebote gesucht

„Camillo und Peppone“ Koordinator für Hilfsangebote gesucht

Beim fünften Treffen der Gruppe „Camillo und Peppone“, bestehend aus Vertretern der Kirchen, politischen Gemeinden und Ehrenamtlichen, ging es um Fragen der Flüchtlingsproblematik und um demografischen Wandel. Eine engere und effektivere Zusammenarbeit wird von allen Beteiligten angestrebt.

Voriger Artikel
„Drachen“-Drehort Duderstadt
Nächster Artikel
Verhaltensregeln vermittelt
Quelle: Archiv (Symbolbild)

Duderstadt. Ein beim Treffen erstelltes Cluster zeigte: Die größten Einsatzgebiete vor allem der Ehrenamtlichen liegen zurzeit bei der Hilfe für Flüchtlinge und bei Seniorenprojekten, auf Platz drei folgen Kinder- und Jugendprojekte. Propst Bernd Galluschke, der zusammen mit der Demografiebeauftragten des Landkreises Göttingen, Regina Meyer, zum Treffen im Haus St. Georg eingeladen hatte, sprach sich gegen eine „Ghetto-Bildung“, also der strikten Trennung der einzelnen Alters- oder Bedürftigengruppen aus. „Im inklusiven Denken liegt möglicherweise die Lösung“, regte er an, die Schwerpunkte zu verbinden. Da sich die Anwesenden darüber einig waren, dass weder die Flüchtlingsfrage, noch die Betreuung der Ältesten und Jüngsten in einer Gemeinde allein von Ehrenamtlichen zu bewältigen sei, wurden Wege gesucht, die Helfer zu entlasten. Diskutiert wurde der Vorschlag Galluschkes, eine Stelle zur Koordination aller Hilfsmöglichkeiten zu schaffen, die aus einer oder mehreren Personen bestehen könnte.

Ralf Regenhardt, Geschäftsführer des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Göttingen, meinte, ein Koordinator müsse gut mit den hauptamtlichen Stellen vernetzt sein, solle sich in den Eichsfelder Kommunen auskennen und einen ganzheitlichen Blick auf die jeweiligen Einsatzgebiete für Ehrenamtliche haben. Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) regte an, die Fördermöglichkeiten sowohl von kirchlicher als auch von kommunaler oder Landkreis- und Landesseite zu prüfen und aufeinander abzustimmen.

Harald Finke, Bürgermeister von Seeburg (CDU), wandte ein, dass ein nicht professioneller Koordinator schnell überlastet sein könnte, man solle lieber nicht jemanden unterhalb der Landkreisebene mit solch einer Aufgabe betrauen. Volkmar Keil, Superintendent des Kirchenkreises Harzer Land, sprach sich für eine Koordinatorenstelle aus: „Die großen Kompetenzzentren sind für Ehrenamtliche schwer anzapfbar. Es muss eine Stelle genau dazwischen geben, zur Vermittlung zwischen Kompetenz und Ehrenamt.“

Ein weiteres Problem bei der Vernetzung der Hilfsangebote wurde von den Pfarrern Michael Kreye (Seulingen), Markus Grabowski (Rhumspringe) und Wolfgang Maur aus der Gemeinde Rhumspringe angesprochen und von den Vertretern der Nachbarschaftshilfen Radolfshausen und Gieboldehausen bestätigt: Planungen, Zusammenarbeit und Informationsfluss seien wegen der nicht deckungsgleichen Kirchengemeinden und Kommunen äußerst kompliziert.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter