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Gülle: Felder werden nach Regeln gedüngt

Landwirtschaft Gülle: Felder werden nach Regeln gedüngt

Mit Gülle-Anhängern sind derzeit viele Traktoren auf den Straßen unterwegs. Nachdem die Nässe aus dem Boden gewichen ist, werden mit den Tier-Ausscheidungen die Felder gedüngt. Das geschieht gezielt in dieser Zeit und nach festen Regeln.

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Dünger für die Felder: Wie hier bei Rollshausen, fahren derzeit Traktoren mit Güllepumpen.

Quelle: Hellmold

Beim Düngen auf wassergesättigtem oder gefrorenem Boden würden zu viele Nährstoffe abgeschwemmt und die Gewässer gelangen. Die Folge wäre ein hoher Stickstoffanteil im Wasser, was ein Fischsterben zur Folge haben könnte. Aber Kreislandwirt und Landvolkvorsitzender Hubert Kellner weiß, dass die Landwirte sich an die Regeln halten. Zwar seien keine Düngemengen vom Gesetzgeber vorgegeben, aber die Landwirte seien verpflichtet, in regelmäßigen Abständen ihre Gülle von der Lufa (Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt) untersuchen zu lassen. Das läge auch im Interesse der Landwirte, so Kellner, denn nach diesen Werten würde die Güllemenge bemessen, die auf die jeweiligen Felder käme. „Es wird nur gefahren, was nötig ist, Überdüngung lässt die Pflanzen austrocknen“, weiß der Kreislandwirt.

Uwe Zinke als erster Vorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu) Göttingen sieht bei richtigem Umgang auch kaum Gefahren beim Ausstreuen von Gülle. „Viel schlimmer sind die Pestizide und die Gifte für Ratten und Mäuse, die immer mehr Landwirte verwenden“, klagt der Naturschützer. Bisher seien keine Beschwerden über die lästigen Gerüche eingegangen, so Georg Tischmann vom Duderstädter Polizeikommissariat: „Wir leben in einer ländlichen Region. Hier finden sich die meisten Menschen damit ab.“ 

Das scheint auch für die Besucher des Eichsfeldes zu gelten. Theresa Daume vom Rosenthaler Hof hat es bisher noch nicht erlebt, dass sich die Hotelgäste über landwirtschaftliche Gerüche beschweren würden. „Wir haben sogar unsere Rinder nahe am Haus. Davon sind die meisten Gäste ganz begeistert“, kann sie berichten.

                                                                                                                            Von Claudia Nachtwey

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