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Hähnchen-Maststall muss neue Hürde nehmen

Bauanfrage gestoppt Hähnchen-Maststall muss neue Hürde nehmen

Auch der dritte Anlauf Wollbrandshäuser Landwirte für einen Hähnchen-Maststall droht zu scheitern: Am geplanten Standort wurden Rebhühner gesichtet. Wegen zu hoher Auflagen hat ein Bilshäuser Landwirt, der ebenfalls einen Hähnchenstall plante, inzwischen aufgegeben.

Um die Zukunftsfähigkeit ihrer Betriebe zu sichern, wollen die Wollbrandshäuser Markus Hildebrandt und Thomas Wollborn einen Hähnchen-Maststall für rund 80000 Tiere errichten. Der Stall soll mit einer Biogasanlage kombiniert werden.

Nachdem zwei Standorte an Bedenken wegen Beeinträchtigung der Ortslage, Überschneidung mit den geplanten Blockheizkraftwerken der Biogas-Gemeinschaftsanlage Krebeck-Wollbrandshausen sowie den Entwicklungsmöglichkeiten eines Aussiedlerhofes gescheitert waren, hofften die Landwirte auf grünes Licht für einen dritten Standort: Die Fläche jenseits der Bundesstraßen-Unterführung auf der Anhöhe des Wirtschaftsweges in Richtung Bodensee ist 800 Meter vom nächsten Wohnhaus entfernt, vom Gemeinderat gebilligt worden und liegt außerhalb der den Ort umgebenden Vogel- und Naturschutzgebiete.

Entsprechend enttäuscht war Heike Wollborn, als sie  am Freitag erfuhr, dass die Bauvoranfrage beim Landkreis Göttingen abgelehnt wurde. Die untere Naturschutzbehörde habe das Vorhaben gebremst, da dort Rebhühner gesichtet worden seien. Die beiden Landwirte, die nach jahrzehntelanger Maschinengemeinschaft eine Betriebsgemeinschaft anstreben, haben die Landwirtschafskammer eingeschaltet und hoffen noch auf eine Einigung. ku

Die Kombination einer kleinen, bäuerlich geführten  250-Kilowatt-Biogasanlage mit einem Hähnchenstall bot sich an, um die bei der Stromproduktion fürs Festnetz anfallende Abwärme sinnvoll zu nutzen. Hähnchen benötigten eine Temperatur von mehr als 28 Grad, erläutern die Landwirte. Der Hähnchenmist würde wiederum in der Biogasanlage verwertet. Das Projekt, das durch den Wärme- und Güllebonus gefördert würde, wird vom Maschinenring Nordhessen begleitet, der bereits rund 70 derartige Anlagen betreut.

Wie hoch die Messlatte  für Mastställe hängt, musste auch Rudolf Trümper erfahren. Der Bilshäuser Landwirt hatte nach vergeblichen Anläufen für von der Gemeinde nicht erwünschte Standorte eine Alternative an der Lindauer Gemarkungsgrenze gefunden. Der standen jedoch die Nähe zur Ausgleichspflanzung für die Erweiterung der Piller-Systemfabrik und kostenintensive Auflagen des Landkreises Northeim entgegen. Trümper hat seinen Bauantrag deshalb zurückgezogen.

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©Richter