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Haftstrafe bis zu drei Jahren möglich

Hund mit Absicht überfahren Haftstrafe bis zu drei Jahren möglich

Gegen den unbekannten Autofahrer, der am Freitag in Walkenried absichtlich einen Hund überfahren hat, ermittelt die Polizei wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die 34-jährige Hundehalterin, vor deren Augen das Tier verendete, hofft auf weitere Zeugenhinweise.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Walkenried. Der mit 16 Jahren schon recht betagte Shih Tzu ist nach Angaben der Halterin, die ihren Namen nicht nennen möchte, von ihrem Grundstück gelaufen, um vermutlich zu einem befreundeten Hund auf der anderen Straßenseite zu gelangen.

Absoluter Vorsatz

Ein Kleinwagen habe sich mit hoher Geschwindigkeit der Grundstückseinfahrt genähert, mit quietschenden Reifen extrem abgebremst, sei dann aber auf die Parklücke zugerast, in der sich der Hund befand. Nachdem er das Tier überfahren hatte, habe er das Weite gesucht, ohne anzuhalten: „Das, was er getan hat, war absoluter Vorsatz.“ Die 34-Jährige hofft auf möglichst viele Hinweise, damit der Schuldige ermittelt werden kann. Außerdem merkt sie an, dass es in der Harzstraße immer wieder zu gefährlichen Situationen komme, weil dort häufig viel zu schnell gefahren werde.

Eine Zeugin habe den von der Hundehalterin geschilderten Hergang bestätigt, sagt die Polizei in Walkenried. Bislang sei nur bekannt, dass es sich bei dem Fahrzeug um einen dunklen Kleinwagen gehandelt habe und von der Zeugin ein Kennzeichen-Fragment genannt  worden sei. Dass das Kennzeichen auf den Landkreis Nordhausen hindeutet, will die Polizei auch aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bestätigen.

Strafe droht

Gegen den unbekannten Kleinwagenfahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Ihm droht eine Geld- oder Haftstrafe. Grundlage dafür ist der Paragraph 17 des Tierschutzgesetzes. Dort heißt es: „Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder ihm aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt. "

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Von einem „schier unglaublichen Ereignis“ spricht die Polizei: In Walkenried hat ein Autofahrer am Freitag offenbar absichtlich einen Hund überfahren.

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