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Hagelkreuz entfernt

Nesselröden Hagelkreuz entfernt

Mitglieder des Ortsheimatteams und der Feldmark-Interessentenschaft haben während der vergangenen Tage das sogenannte Hagelkreuz entfernt. Es soll für das Jubiläum „300 Jahre Gelöbnis“ im Jahr 2019 restauriert werden.

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Der verwaiste Altar am Standort Hagelkreuz.

Quelle: r

Nesselröden. „Auch der Platz wird neu gestaltet“, erläutert Nesselrödens Ortsheimatpfleger Josef Engelke. Im Frühjahr sollen Bäume und eine Schutzhecke angepflanzt werden und neue Bänke mit Ausblick bis in die Harzregion zum Verweilen einladen.

Zur Historie: Nach Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern wurde Nesselröden 1718 von einem schrecklichen Hagelunwetter verbunden mit Überschwemmungen heimgesucht. Die Folge eines solchen Unwetters in der damaligen Zeit war Hungersnot.

Aus diesem Grund entschloss sich die damalige Gemeinde ein Jahr später, ein Gelübde mit öffentlichen Bittgebeten und einer Prozession durch die sommerlichen Felder abzulegen, „damit der Herrgott in seiner väterlichen Güte solch Übel abwende“, so die Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern, berichtet Engelke.

Erst 1752 wurde dann ein Kreuz, auf Kosten einer Bruderschaft, „zum ewigen Gedächtnis“ errichtet. Dieses Kreuz, ein sogenanntes Mainzer Kreuz, wird im Volksmund „Hagelkreuz“ genannt.

Die große Verehrung, Achtung und Tradition des Kreuzes veranlasste 1950 den damaligen Gemeinderat, dieses Kreuz in das Dorfwappen und das Gemeindesiegel aufzunehmen. Noch heute genießt das Hagelkreuz eine große Verehrung in der Gemeinde, erkennbar an der immer noch großen Teilnahmerzahl bei der jährlich stattfindenden Prozession.

Im kommenden Frühjahr wird das restaurierte Hagelkreuz wieder an seiner alten Stelle aufgestellt, damit im Jahr 2017 zum 298. Mal die Prozession ausgerichtet werden kann.

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©Richter