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Halloween-Bräuche in der Region immer beliebter

Hoher Gruselfaktor Halloween-Bräuche in der Region immer beliebter

Die Geisterstunde schlägt an diesem Freitag besonders laut: Kostümierte Kinder und Jugendliche wollen abends durch viele Straßen ziehen, an Türen klingeln und „Süßes, sonst gibt’s Saures“ rufen. Die mit Halloween verbundenen Bräuche werden in der Region immer verbreiteter.

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Kleiden sich für Halloween ein: Teufel Janna Edwards, Hexe Lene Edwards, Gespenst Lasse Edwards und Vampir Mattis Edwards (v.l.).

Quelle: Richter

Eichsfeld. Wer den Reiz des Unheimlichen liebt, verkleidet sich. Aber nicht wie im Karneval bunt und lustig, sondern möglichst düster und angsteinflößend.

„Es muss gruselig sein“, sagt Ewa Mäther vom Fachhandel für Kostüme in der Duderstädter Steintorstraße. Die Nachfrage sei in diesem Jahr „sehr gut“. Kinder hätten oft genaue Vorstellungen von ihrer Verkleidung. Hexe, Gespenst und Teufel sind nach Mäthers Worten besonders beliebt. Eltern würden sich häufig wünschen, dass ihre Kinder nicht zu unheimlich aussehen. Vergeblich: Der Nachwuchs setze in aller Regel seinen Willen durch.

„Ich werde als Hexe gehen“, kündigt Lene Edwards an, während sie Kostüme anprobiert. Der zehnjährigen Duderstädterin gefällt es, „sich mal anders zu kleiden und dann einfach so rumzugehen“.

„Mir macht es viel Spaß, an  Haustüren zu klingeln und Süßigkeiten einzusammeln“, erzählt Lenes Schwester Janne. Nicht alle Erwachsenen sind spendabel, weiß die Achtjährige aus Erfahrung. „Manche lassen die Tür einfach zu.“

Wer sie öffnet, hat Leckereien parat: „Wir bekommen ganz viele Lutscher, Äpfel und Mandarinen“, berichten ihre achtjährigen Cousins Lasse und Mattis, die auf ein ähnliches Ergebnis am Freitag hoffen.

Hoher Gruselfaktor

Für hohen Gruselfaktor sorgen nicht nur Kostüme, sondern auch Dekorationen. „Das reicht von Kunststoffskeletten über Girlanden mit künstlichen Fledermäusen bis zu Geisterfiguren“, sagt Annette Montag vom Fachgeschäft Teller Kunterbunt.

Fester Bestandteil des Brauchtums sind Kürbisse. Sie sollen ausgehöhlt und zur Laterne verwandelt böse Wesen abschrecken. „Die Nachfrage nach Halloweenkürbissen ist höher als im vergangenen Jahr“, beobachtet Tobias Manegold von Blumen-Manegold in Seulingen.

Ein kräftiges Orange gibt den für den Brauch angepflanzten Melonenfrüchten eine besondere Note. Damit ein Kürbis leuchtet, werde auf dessen „unschöner Seite“ ein Loch hineingeschnitten, das Kerngehäuse herausgeholt, um dann ein Teelicht hineinzustellen, erklärt der Gärtnermeister.

Beim Schnitzen des Gesichtes auf der Vorderseite sei es wichtig, dass innen die Öffnungen größer sind als es von außen erscheint. So kommt nach Manegolds Worten der Leucht-effekt besser zur Geltung.

Von Axel Artmann

Halloween steht wieder vor der Tür. Einige Eindrücke der gefragten Kostüme und Kürbisse in Bildern. © Richter

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