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Hans-Georg Näder wechselt von der CDU zur FDP

Austritt aus Partei Hans-Georg Näder wechselt von der CDU zur FDP

Die CDU hat einen prominenten Eichsfelder in den Reihen ihrer Mitglieder verloren. Der Duderstädter Unternehmer Hans Georg Näder bestätigte seinen Austritt aus der Partei. Er ist bereits der FDP beigetreten.

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Die CDU hat einen prominenten Eichsfelder in den Reihen ihrer Mitglieder verloren. Der Duderstädter Unternehmer Hans Georg Näder bestätigte seinen Austritt aus der Partei.

Quelle: GT Archiv

Duderstadt. Die Geschichte des Eintritts Näders in die CDU ist legendär. Vor 25 Jahren besiegelte er während eines Schützenfestes seinen Beitritt zu der Partei auf einem Bierdeckel.

„Landtagsabgeordneter Lothar Koch reichte mir den Bierdeckel, ich habe ihn unterschrieben. Das war mein Eintritt in die CDU“, sagte Näder.

Seither unterstützt der Ottobock-Chef die Christdemokraten, insbesondere den Duderstädter Bürgermeister Wolfgang Nolte und seinen Stellvertreter Koch, mit denen Näder auch eine persönliche Freundschaft verbindet.

Auf Bundesebene pflegte Näder Kontakte bis hin zu Bundeskanzlerin Angela Merkel. Außerdem gehörte er zu den  Großspendern der Partei. Aus dem Jahr 2013 ist beispielsweise eine Summe von 100 000 Euro als Parteispende belegt.

Seine Entscheidung habe nichts mit der Niedersächsischen Landespolitik, der Politik im Landkreis „oder gar Themen in der schönsten Micropole Deutschlands, meiner Heimatstadt Duderstadt“ zu tun.

Trotz seines Austritts aus der CDU und seines guten Verhältnisses zum SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel  bezeichnet sich Näder weiter als „Merkel-Fan“. „Ich schätze die Kanzlerin menschlich und insbesondere aufgrund ihres Engagements für Deutschland sehr.“

Die Einstellung der Bundes-CDU zur Energiewende und jüngst der Gesetzesentwurf zur Erbschaftssteuer hätten ihn allerdings gestört, sagte er. Seine Familie beispielsweise wäre von der Neuregelung der Erbschaftssteuer massiv betroffen. „Im worst case werden damit Investitionen in Zukunftstechnologien unmöglich gemacht.“ Außerdem fehle ihm ein „politisches Schwergewicht wie Friedrich Merz“ an der Spitze der Partei. Und: „Wirtschaftspolitisch finde ich mich nicht mehr wieder“, sagte er.

Sein Beitritt zur FDP sei die Folge eines ausgiebigen Gesprächs mit Parteichef Christian Lindner, dem Näder zukünftig als wirtschaftspolitischer Berater zur Seite stehen werde. Außerdem habe der Ottobock-Chef bereits in der Vergangenheit die Zweitstimme der FDP gegeben. „Eine intakte liberale Kraft tut Deutschland gut“, sagte er. 

Der Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes, Wolfgang Feike, der zugleich auch stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender ist, zeigte sich erfreut über die Nachricht des prominenten Parteizuwachses: „Es ist schön, dass ein Unternehmer aus Duderstadt in der FDP etwas bewegen möchte“, sagte er. Er habe Näder als jemanden kennengelernt, der seine Meinung klar heraus sage – dies sei in der Bundespolitik von größter Wichtigkeit und könne auch auf die Kommunalpolitik nur positiv ausstrahlen.

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