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Harz-Energie-Netz GmbH übernimmt Stromnetze in Katlenburg-Lindau

Endrunde im Stromnetz-Poker Harz-Energie-Netz GmbH übernimmt Stromnetze in Katlenburg-Lindau

Nach vier Jahren zäher Verhandlungen übernimmt die Harz-Energie-Netz GmbH zum Jahreswechsel von der EAM-Tochter EnergieNetz-Mitte GmbH (ENM) die Stromnetze in Katlenburg-Lindau und Teilen der Samtgemeinde Gieboldehausen.

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Nach vier Jahren zäher Verhandlungen übernimmt die Harz-Energie-Netz GmbH zum Jahreswechsel von der EAM-Tochter EnergieNetz-Mitte GmbH (ENM) die Stromnetze in Katlenburg-Lindau und Teilen der Samtgemeinde Gieboldehausen.

Quelle: dpa

Gieboldehausen/Duderstadt. Der Einigung mit der ENM ist jetzt der Vertragsabschluss für Katlenburg-Lindau, Gieboldehausen, Krebeck, Rhumspringe, Wollbrandshausen und Wollershausen gefolgt.

Zugleich hat Harz Energie die Interessensbekundung für die Gemeinden Bilshausen, Rollshausen, Bodensee, Obernfeld und Rüdershausen zurückgezogen, bestätigt Kommunalmanager Frank Uhlenhaut.  

Diese Gemeinden hatten vor vier Jahren beschlossen, wieder Konzessionsverträge mit  der Eon-Mitte-Netz AG abzuschließen, der heutigen EAM-Tochter EnergieNetz-Mitte. Das Ausschreibungsverfahren war vom Landkreis Göttingen als Kommunalaufsicht moniert worden.

Jetzt wird das neue, noch laufende Ausschreibungsverfahren mit nur noch einem Interessenten, der ENM als Netzeigentümer, fortgesetzt. Dort bleibe die ENM vorerst weiter Netzbetreiber, bestätigt EAM-Sprecherin Sabine Hübner.

Die Verhandlungen für diese Gemeinden hätten sich sehr schwierig gestaltet, eine Netzübernahme sich für Harz Energie nicht gelohnt, sagt Uhlenhaut. Auch in den Gemeinden, die sich für einen Konzessionswechsel zu Harz Energie entschieden hatten, waren Netzumfang und Kaufpreis bis zuletzt strittig.

„Nun können wir endlich mit unserer Arbeit beginnen“, sagt Netz-Geschäftsführer Dirk Schaper: „Künftig können wir die Strom- und Gasnetze in den betroffenen Eichsfeldgemeinden und Katlenburg-Lindau aus einer Hand betreuen.“  Das erleichtere das Netzmanagement, sichere den Bürgern kurze Wege und schnelle Reaktionszeiten im Störungsfall. Zur Preishöhe für die Stromnetze wollen sich weder Harz Energie noch ENM äußern.

Harz Energie erwirbt mit den Vertragsabschlüssen von der ENM als Rechtsnachfolgerin von Eon Mitte rund 265 Kilometer Stromleitungen und weitere 172 Kilometer Stromnetz für die Straßenbeleuchtung in Katlenburg-Lindau und der Samtgemeinde Gieboldehausen. Wegen der Netzübernahme will der regionale Versorger zwei neue Mitarbeiter einstellen.

Das Personal wird um einen Netzmeister und einen Monteur aufgestockt. Außerdem will Harz Energie die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Northeim sowie der Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft (EEW) ausbauen.

Auch die EEW führt seit Jahren Verhandlungen mit Eon Mitte und dem rekommunalisierten Nachfolger EAM über die Stromnetzübernahme für die Duderstädter Ortsteile. Hier zeichnet sich allerdings keine Lösung im Millionenpoker ab. Bislang betreibt die EEW nur die Stromnetze in der Kernstadt und Gerblingerode, für alle anderen Duderstädter Dörfer wurden mit der Stadt neue Konzessionsverträge abgeschlossen.

Möglicherweise kommt es aber zu einer Vertragsrückgabe und einer neuen Ausschreibung, da sich EEW und EAM nicht über die Stromnetze einigen können.

„Wir haben uns inzwischen  über den technischen Netzumfang geeinigt, die Kaufpreiserwartungen liegen aber weiterhin meilenweit auseinander“, sagt EEW-Geschäftsführer Markus Kuhlmann. Durch die Übernahme der Stromnetze in den Ortsteilen würde sich das EEW-Netz verdoppeln, zugleich würden aber keine Kunden übernommen.

Entsprechend groß ist das Risiko für die EEW. Kuhlmann hat wenig Hoffnung, dass es doch noch zu einer Einigung kommt. Die Verhandlungen will er nach den Sommerferien abschließen.

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©Richter