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Almauftrieb mit Hirtenliedern

Harzklub auf Gut Herbigshagen Almauftrieb mit Hirtenliedern

Das dritte Jahr in Folge inszeniert die Heinz-Sielmann-Stiftung den Almauftrieb ihres Harzer Roten Höhenviehs als publikumswirksames Spektakel. Ab 15 Uhr öffnen sich am Sonntag, 24. April, die Stalltore auf Gut Herbigshagen für rund zwei Dutzend Rinder.

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Quelle: Thomas Stephan

Duderstadt. Der „feierliche Almauftrieb“ steht unter dem Motto „Eichsfeld trifft Harz“. Der eigentliche Austrieb vom Hofstall zur Hangweide am Kika-Baumhaus, den Besucher hinter sicheren Zäunen beäugen können, dauert nur wenige Augenblicke. Flankiert wird der Live-Auftritt der zur ältesten Mittelgebirgsrasse Deutschlands gehörenden Rinder aber von einem informativ-unterhaltsamen Rahmenprogramm. Der Harzklub-Zweigverein Rhumspringe trägt alte Weisen und Hirtenlieder aus der Harzregion vor, Daniel Wehmeyer gibt Wissenswertes und Kurzweiliges über das Harzer Höhenvieh und den Biolandbau zum Besten - und bietet am Grill Rinderbratwurst aus eigener Produktion an. Wehmeyer, der in diesem Jahr vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit dem Bundespreis Ökologischer Landbau ausgezeichnet wurde, ist auch Pächter der landwirtschaftlichen Flächen des zertifizierten Bioland-Betriebes Gut Herbigshagen.

Laut Stiftungssprecher Christoph Neumann geht das Rote Höhenvieh wahrscheinlich auf das einfarbige germanisch-keltische Rind zurück: „Die ersten Ahnen lebten schon in vorchristlicher Zeit.“ Der Almauftrieb der Stiftung knüpft an das Höhenviehfest in Wildemann an. Im Harz wurde dem Vieh-austrieb nach den beschwerlichen Wintern stets eine besondere Bedeutung zugemessen. Erst in jüngerer Vergangenheit haben die robusten Gebirgsrinder ein Comeback erfahren. Als 1992 der Verein zur Erhaltung der Harzkuh gegründet wurde, gab es nur noch wenige Exemplare.

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©Richter