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Harzlich willkom in Owarnfelds chauer Stohm

Plattdütsche Frünne Harzlich willkom in Owarnfelds chauer Stohm

Kultur, gepaart mit viel Brauchtum, Witz und Humor, prägte den Plattdütschen Abend im Museumskrug in Obernfeld. „Wä fiert 825 Joahre Owarnfeld“, so der Präsident der Plattdütschen Frünne, Werner Grobecker, der über 200 Gäste begrüßen konnte.

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Gruppenbild mit Bürgermeister Dietmar Ehbrecht: die Obernfelder Trachtengruppe. 

Quelle: Germeshausen

Nach seinen Worten hatte die Äbtissin Agnes II. vor mehr als 800 Jahren beim Kauf von Obernfeld angemerkt: „Hast du Obernfeld, dann hast du immer Geld.“ Grobecker, der an diesem Abend mit dem ihm eigenen trockenen Humor förmlich über sich selbst hinauswuchs, führte durch ein gut dreistündiges abwechslungsreiches Programm, in dem Obernfelder Brauchtum, Eigenart und, wie er sagte, der buchstäbliche Fleiß und das gute Miteinander der Menschen stets prägend waren. 

„Obernfeld steht als Symbol für unseren christlichen Glauben und für Tradition.“ Dieses Motto unterstrichen zum Auftakt Anneliese & Hermann musikalisch mit dem Lied „Mien Heimatdörp“. Auf Platt, wenn auch nach eigenen Worten ein bisschen holperig, hieß Bürgermeister Dietmar Ehbrecht die Gäste willkommen. Sein Appell: „Lärt den Kinrern wear, Plattdütsch tau spräken!“ 

Wie ein roter Faden zogen sich Obernfelder Trachten und Schwetschenmauskrücken und –brote durch den unterhaltsamen Abend. Damit sich die Gäste von der Qualität des Schwetschenmaus überzeugen konnten, wurden Mausstückere als Geschenk an die Anwesenden verteilt. Je ein Glas mit dem köstlichen Mus erhielten auch alle Akteure des Abends. Elisabeth Wagner gab sodann das Rezept bekannt, in dem Maus und Krücken gewissermaßen eine Einheit bildeten. 

Tänze vom Feinsten

Auch optisch galt es, Kulturgut zu demonstrieren: die Trachtentanzgruppe führte drei Tänze vom Feinsten auf. Die „Marktbesucherinnen“ Helena Käsehagen und Johanna Rittmeier führten vor, dass sich auch Jugendliche mit Plattdeutsch und Brauchtum identifizieren. Eine Geschichte mit historischem Hintergrund (von der Isenboan) erzählte Elisabeth Krone, und Renate Sommer-Wüstefeld stellte ihren Familienverband vor. Beide haben ihre familiären Wurzeln in Obernfeld. Winchen und Anna Käsehagen glänzten mit Lieddarbietungen, und Anna Ehbrecht hatte „dä Scharten miener Omamme“ parat. 

Ständchen und Gratulation gab es für zwei 70jährige Geburtstagskinder. Auch sie erhielten jeder ein Glas Obernfelder Schwetschenmaus. Als Werbeträger für das Jubiläumsdorf wurden die Obernfelder Tasse und die Neuauflage der einstmals von Franz Kurth verfassten Ortschronik vorgestellt. Von alten Gepflogenheiten berichtete Elisabeth Fuhrmann „Vor 50 Jahren bei Tante Rosa Mühe“. Monika Müller, Lydia Langenohl und Maria Schneemann durften als „Altstars“ mit ihrem Sketch nicht fehlen. Mit dem Lied von den Hexen in der Walpurgisnacht, der Frage nach dem Leben des ollen Brokemeiers und dem Dank an die Sparkasse für jahrelange Förderung der plattdeutschen Sprache endete der Abend. 

Am 28. Mai geht es bei den Plattdütschen Frünnen in Ferna weiter.

Gerhard Germeshausen 

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