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Hausoberin geht in den Ruhestand

St.-Martini-Krankenhaus verabschiedet Sr. Cárola Bruns Hausoberin geht in den Ruhestand

Mehr als 150 Eichsfelder und Weitgereiste haben am Freitag mit einem Dankgottesdienst in der Kapelle des St.-Martini-Krankenhauses in Duderstadt Sr. Cárola Brun in den Ruhestand verabschiedet. Mehr als 40 Jahre wirkte die Oberin in verschiedenen Funktionen in ihrem Orden.

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Caritas-Vorstand Ralf Regenhardt (Mitte) überreichte Sr. Cárola (rechts) ein Geschenk und bedankte sich für ihr jahrzehntelanges Wirken.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Heute ist Tag des lachenden und des weinenden Auges“, sagte Propst Bernd Galluschke. Lachend, weil Sr. Cárola „in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen kann“. Weinend, denn ihre Tat- und Durchsetzungkraft werde fehlen: „Wir sagen Dank für eine außergewöhnliche Ordensfrau.“ Bewegte, gnadenreiche 33 Jahre wirkte Sr. Cárola als Hausoberin und Heimleiterin für die Kongregation der barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Hildesheim an St. Martini. „Sie sind ein Geschenk für uns“, lobte Propst Galluschke die 75-Jährige, „und für viele eine Brücke zu Gott.“

Vor vierzig Jahren baute sie die Krankenpflegeschule in Duderstadt mit auf; mehr als 560 junge Menschen, rechnete Ulrike Otto später vor, seien in dieser ausgebildet und vorbereitet worden. Und einige von ihnen bedankten sich mit einer Überraschung: Ein kleiner Chor ehemaliger Schülerinnen von Sr. Cárola trugen den Gästen einige Lieder vor.

Generaloberin Sr. Teresa Slaby hob die besondere Identifikation- und Integrationskraft Sr. Cárolas hervor: „Sie sind in Person St. Martini und Martini ist nicht zu denken ohne Sie.“ Wobei ihr, scherzte die Generaloberin, sicherlich auch ihr Eichsfelder Heimvorteil nütze. Sr. Cárola habe ihr Leben, ihre Talente und Gaben für die Menschen eingesetzt, nicht nur für die Bevölkerung, auch viele ältere Mitschwestern habe sie begleitet, oft auf deren letzten Weg. „Hiermit entpflichte ich Sie von Ihren Aufgaben“, sagte die Generaloberin zu Sr. Cárola. Doch diese werde als Oberin des Konvents Duderstadt erhalten bleiben.

Die Krankenhausleitung werde die Kongregation nicht aus den eigenen Reihen besetzen können, teilte Sr. Teresa mit. Das Bewerbungsverfahren für diese Stelle laufe jedoch bereits. Tatsächlich aber, stellten einige Redner fest, sei Sr. Cárola nicht mit einer Person zu ersetzen, da sie als Altenheim-Leiterin, Hausoberin des Krankenhauses und Oberin des Konvents drei Aufgaben zugleich erfüllt habe - und das auch, als sie im vergangene Jahr kurzzeitig erkrankte. „Wo nimmt diese Frau nur ihre Energie her“, sagte Dr. Udo Iseke, Ärztlicher Direktor des St.-Martini-Krankenhauses, habe er sich oft gefragt.

Zugleich, so betonten einige Mitarbeiter, habe die Tür zu Sr. Cárola immer offen gestanden.

„Was mich in dieser Stunde bewegt“, erklärte Sr. Cárola, sei der Blick zurück auf ihre Zeit in Duderstadt: „Ab morgen bin ich Rentnerin und mein Weg wird ein anderer sein.“

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