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Heggemann feiert 25-jähriges Dienstjubiläum

Festgottesdienst in der Basilika Heggemann feiert 25-jähriges Dienstjubiläum

Seit 25 Jahren ist er als Regionalkantor tätig: Paul Heggemann (56) feiert sein Dienstjubiläum am Sonnabend, 5. März, um 17 Uhr mit einem Gottesdienst in der Duderstädter Basilika St. Cyriakus. Es gratulieren Dommusikdirektor Thomas Viezens, Propst Bernd Galluscke sowie der Kirchenvorstand.

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Duderstadts Regionalkantor Paul Heggemann

Quelle: Thiele

Duderstadt. Knapp 60 Orgelschüler hat Heggemann im vergangenen Vierteljahrhundert zur sogenannten D-Prüfung geführt. Acht machten weiter und schafften auch die C-Prüfung. Mancher verdient sein Geld heute in diesem Bereich. So ist einer der Schüler Kirchenmusiker in Würzburg, ein anderer Regionalkantor in Hamburg geworden. Zwei arbeiten als Schulmusiker in Duderstadt und in Herzberg.

„Ich habe auch Rentner als Schüler, doch am besten lässt sich das Instrument in jungen Jahren lernen“, hat Heggemann beobachtet. Bei den Gymnasiasten gab es vor einigen Jahren einen Einbruch, als die Schulzeit auf zwölf Jahre verkürzt wurde. Um fast zwei Drittel ist die Zahl der Kursteilnehmer seither gesunken. Heggemann versucht gegenzusteuern, in dem er bereits um Grundschüler wirbt. „Auch Zehnjährige können Orgel lernen“, sagt er. Konkurrenz macht ihm das Keyboard. „Es führt junge Menschen in eine Sackgasse“, warnt er. Die Musiker entwickelten nicht die nötige Anschlagskraft für Klavier oder Orgel.

Persönlich hat sich Heggemanns Wohlbefinden seit der Sanierung der Duderstädter Creutzburg-Orgel vor zehn Jahren merklich gesteigert. „Das alte Ding inspirierte zu nichts, meinte ein Studienkollege von mir“, erklärt Heggemann. Seit der Sanierung sei die Barockorgel mit ihren Pfeifen, die zum Teil noch aus dem Baujahr 1735 stammten, nicht mehr wiederzuerkennen, freut er sich.

Immer wieder kommen Organisten für Konzerte nach Duderstadt. Heggemann lobt die Zusammenarbeit mit den Lutheranern und der Stadt. Sie stimmten Termine miteinander ab.

Ein anderes großes Arbeitsfeld des Musikers ist die Chorarbeit, das die Kinderschola ebenso umfasst wie den Propsteichor. Die Sänger muss sich Heggemann fast alle selbst heranziehen. Selten zögen musikalisch vorgebildete Menschen zu, wie das in Großstädten regelmäßig der Fall sei., bedauert er. Ein anderes Problem: Viele wollen sich auch nicht mehr dauerhaft an einen Chor binden. Mit zeitlich begrenzten Chorprojekten zeigt der Musiker Alternativen auf. Heggemann bildet zudem Liturgievorsänger aus und ist als Orgelsachverständiger tätig.

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