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Heidekräuter garantieren farbenfrohen Garten

Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit Heidekräuter garantieren farbenfrohen Garten

„Wenn nicht jetzt, wann dann.“ Christian Ziencz, Inhaber der gleichnamigen Gärtnerei in Bilshausen, spricht nicht etwa vom Lied der Kölner Musikgruppe „Die Höhner“, sondern von der Vorbereitung des heimischen Gartens auf den bevorstehenden Winter.

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Thomas Diedrich aus Westerode: empfiehlt, Rosenstämmchen in Jute oder Filz einzuwickeln.

Quelle: Blank

Blumen, Sträucher und Bäume sowie Gemüse und Gartenteich, Hand muss in vielerlei Hinsicht angelegt werden. „Mit Blumen ist ja nicht viel los im Winter. Wer seinen Garten um diese Zeit noch farbenfroh sehen möchte, dem empfehle ich Heidekräuter“, sagt Thomas Diedrich, Inhaber von Gemüse-Garten Diedrich in Westerode. „Bis zum Frühjahr kann man so Farbe im Garten haben“, erklärt er. Die idealen Pflanzmonate der Heiden seien September, Oktober und November. Alpenveilchen sind der farbenfrohe Tipp von Ziencz: „Bei Temperaturen bis minus fünf Grad können sie durchaus bis Dezember blühen.“

Um auch im Sommer wieder Farbe im Garten zu haben, müssten bereits in den kalten Monaten Vorbereitungen getroffen werden. Zum Schutz der Veredelungsstellen von Rosen, rät Diedrich dazu, diese im Winter in Mulch oder Laub einzubetten. „Rosenstämmchen sollte man zusammenbinden und zum Beispiel in einen Kartoffelsack einwickeln.“ Die Gartenpflanzung für das kommende Jahr sollte in den nächsten Wochen passieren. Diedrich: „Zwiebelblumen wie Tulpen, Narzissen und Krokusse können in dieser Jahreszeit sehr gut in den Boden gesteckt werden.“

Baum- und Strauchschnitt könnten erfolgen, sobald die Blätter abgefallen seien. „Gerade für das Obstgehölz ist er wichtig, um im kommenden Jahr für einen guten Fruchtertrag zu sorgen“, erklärt der Westeröder. Das Laub sollte nach Aussagen von Ziencz vom Rasen entfernt werden, um Faulstellen zu vermeiden. „Den Rasen dann wieder in den Griff zu bekommen, ist nicht so einfach“, weiß auch sein Kollege Diedrich.

Während Grünkohl, Rosenkohl und Wintersalat den Frost benötigten, sollte anderes Gemüse, wie Sellerie oder Rotkohl, jetzt abgeerntet werden. „Danach den Boden umgraben“, weist Ziencz auf den nächsten Schritt hin. Diedrich erklärt warum: „Die Struktur des Bodens wird so verbessert, wir wollen eine gute Frostgare.“

Für Freunde des Gartenteichs: „Er muss von Laub oder anderen vertrockneten Pflanzen gereinigt werden. Hygiene spielt eine große Rolle. Es entsteht sonst Schlamm“, sagt Diedrich. Längere Gräser empfiehlt Ziencz am Gewässer stehen zu lassen. „So bekommen die Fische Sauerstoff.“ Zudem spricht sich der Bilshäuser für ein Laubschutznetz aus.

Abschließend hat Diedrich noch einen Geheimtipp für alle Lavendel-Liebhaber in petto: „Den Lavendel jetzt in eine fünf bis sechs Zentimeter dicke Schicht Stalldung oder Laub einwickeln, dann mit Reisigzweigen abdecken, und dem Toskana-Garten steht nichts mehr im Weg.“

Von Kristin Kunze

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