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Heiliger im Kampf mit dem Drachen

Kirchenpatron Georg Heiliger im Kampf mit dem Drachen

Vier Gemeinden im Untereichsfeld feiern in dieser Woche den Namenstag des Heiligen Georg. Er ist der Kirchenpatron in Brochthausen, Esplingerode, Nesselröden und Wollbrandshausen. 

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Kirchenfenster in Brochthausen: Mit Schild und Lanze siegt St. Georg über den Drachen.

Quelle: OT

Der Heilige sitzt hoch zu Ross. Mit einer langen Lanze ersticht er einen Drachen, der sich am Boden windet. Vier der mehr als 30 katholischen Kirchen im Untereichsfeld sind nach dem Heiligen Georg geweiht. Nur Marienkirchen finden sich im Eichsfeld häufiger. Brochthäuser und Esplingeröder, Nesselröder und Wollbandshäuser feiern den Namenstag ihres Kirchenpatrons am Donnerstag, 23. April. 

Brochthausen gedenkt des Heiligen bereits am Mittwoch, 22. April, um 18.30 Uhr. Georgslieder werden gesungen. „Früher, als die Schule noch im Dorf war, hatten die Kinder zur Feier des Tages frei“, erinnert sich die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Mathilde Klapprott. 

Die Esplingeröder feiern den Namenstag ihres Kirchenpatrons am Donnerstag um 19 Uhr mit einer Messe. Der Chor St. Mauritius singt. 

Die Nesselröder feiern am Donnerstag um 8 Uhr mit Pater Wladyslaw Borowiecki eine Messe, an der sich auch die Kinder der Grundschule St. Georg beteiligen. Anschließend wird gemeinsam gefrühstückt. 

Ein festliches Geläut er- klingt in Wollbrandshausen am Donnerstag um 8 Uhr. Die Eucharistiefeier um 18.30 Uhr mit Umgang, Aussetzung, Te Deum und sakramentalem Segen zelebriert Pfarrer Matthias Kaminski. Im Anschluss findet ein gemütliches Beisammensein im Pfarrhof statt. 

Der Heilige Georg stammt aus der heute türkischen Region Kappadokien. Die historischen Fakten über ihn sind so dünn, das ihn Papst Paul VI. 1969 aus dem Heiligenkalender streichen ließ. Mittlerweile ist der populäre Heilige, der zu den 14 Nothelfern gehört, wieder aufgenommen worden. Seinen Märtyrertod während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian um das Jahr 303 hat Kirchenvater Eusebius im vierten Jahrhundert knapp vermeldet. 

Legende von Drachentötung

Das Grab des Heiligen in der Nähe der israelischen Stadt Tel Aviv entwickelte sich bald zu einem Wallfahrtsort. Den Kreuzfahrern soll der Märtyrer vor der Eroberung Jerusalems am 15. Juli 1099 erschienen sein. Sie erkoren ihn daraufhin zu ihrem Schutzpatron. Im Mittelalter begannen die Menschen die Geschichte des Heiligen mit der Legende von der Drachentötung zu verbinden. Einen Drachen tötet in der Bibel der Erzengel Michael in der Endzeit. So berichtet es die Offenbarung des Johannes (12, 7ff). Der Heilige, so wurde nun erzählt, rettete einst eine Königstochter vor einem Drachen. Ihr Volk ließ sich daraufhin taufen. Nach dem tapferen Krieger Georg sind Pfadfinder und Reitervereine benannt. 

                                                                                                                            Von Michael Caspar

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