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Heimatmuseum vor Neustart

SPD-Antrag für Kindermuseum Heimatmuseum vor Neustart

Im Februar will Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) im Kulturausschuss die Eckpunkte für die Wiedereröffnung und künftige Nutzung des Heimatmuseums vorstellen. Seit einem Wasserschaden vor zwei Jahren ist das Museum geschlossen.

Der Antrag der SPD, in dem zum Sanierungsfall gewordenen Gebäude an der Oberkirche ein Kinder- und Jugendmuseum einzurichten, ist im Bauausschuss zwar auf Wohlwollen gestoßen, aber nicht zur Abstimmung gekommen. Stattdessen folgte der Ausschuss dem Vorschlag von Lothar Koch (CDU), den Bericht des Bürgermeisters abzuwarten, den Vorschlag der SPD aber zu berücksichtigen und in das Handlungskonzept einfließen zu lassen.

Seine Verärgerung über die Kritik der SPD war Koch anzumerken. Die hatte ihm nach Äußerungen im Tageblatt zur Zukunft des Museums vorgeworfen, vollendete Tatsachen zu schaffen, einer öffentlichen Diskussion aus dem Weg zu gehen und das Museum weitgehend aufgeben zu wollen. Die SPD habe sich nur profilieren wollen, meinte Koch und verwies auf die Diskussionen im Verwaltungsausschuss. Dort seien viele Ideen gebündelt und im Konsens künftiger Nutzungsmöglichkeiten sondiert worden: „Thomas Gerlach sollte im SPD-Umfeld klar machen, die Protokolle zu lesen.“ Koch bekannte sich ausdrücklich zum Heimatmuseum, das in seiner bisherigen Form aber nicht aufrecht zu erhalten sei und neue Ansätze brauche.

Auch Wolfgang Feike (FDP) bedauerte, dass „die SPD den Eindruck erwecken wolle, es sei nichts geschehen“. Im Stillen sei bereits unter Beteiligung aller Parteien viel Vorarbeit geleistet worden, in die der SPD-Vorschlag hätte eingearbeitet werden können. Das Museum sei ihm ein „Herzensprojekt“ und biete eine Fülle von Möglichkeiten, sprach sich Lothar Dinges (WDB) dafür aus, pädagogische Ansätze für Kinder und Jugendliche einzubeziehen. Gerlach hatte zunächst dafür plädiert, über den SPD-Antrag abzustimmen. Mit Blick auf das Maffay-Projekt „Schutzräume für Kinder“ meinte er: „Was passt da besser als ein Kinder- und Jugendmuseum?“. Neben einem Diskurs zur Geschichte des Museums verwies Verwaltungsvertreter Horst Bonitz auf Kooperationspartner und erzielte Einigkeit darüber, die vorhandene Präsentation zu berücksichtigen. „Wichtig ist, Leben in die Einrichtung zu bekommen und die Finanzierbarkeit zu klären“, betonte Nolte und regte zugleich einen Ideenwettwerb der Bevölkerung an: „Kein Gedanke ist so gut, dass er nicht noch besser werden könnte.“

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