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Heinz-Sielmann-Stiftung setzt verstärkt auf Berufsorientierung

Schüler sammeln praxisnahe Eindrücke Heinz-Sielmann-Stiftung setzt verstärkt auf Berufsorientierung

Die Heinz-Sielmann-Stiftung möchte vermehrt Schüler aus weiterführenden Schulen zur Berufsorientierung auf Gut Herbigshagen begrüßen.

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Franz Vollmer (rechts) übt mit Gennaro Tessmer das Schmieden.

Quelle: Thiele

Duderstadt. „Wir wollen die grünen Berufe in den Vordergrund stellen und sprechen bundesländerübergreifend Schulen in einem Umkreis von 100 Kilometern an“, sagt Susanne Eich, Leiterin des Bereiches Umweltbildung. Als dritte Gruppe, die dieses Angebot genutzt hat, sind Neuntklässler der Geschwister-Scholl-Schule aus Seelze in dieser Woche zu Gast auf dem Gut gewesen.

„Wir vermitteln den Schülern, wie groß das Berufsfeld ist, das sich aus den Themen Landwirtschaft und Gartenbau ergibt“. erläutert Eich ein Ziel, das die Stiftung verfolgt. „Mit der Entscheidung, Biolandhof zu sein, geht auch einher, das wir Nachwuchsförderung machen möchten“, beschreibt sie ein wichtiges Anliegen. Helfried Heinrich, Leiter des Projektes Schulbauernhof, verweist auf den Bildungsauftrag der Stiftung: „Es geht darum, Natur zu schützen und grüne Berufe zu stützen, die ja auch wieder Partner des Naturschutzes sind.“

In den drei Arbeitsfeldern Landwirtschaft, Obstbau und Metallverarbeitung konnten die 26 Hauptschüler praxisnahe Eindrücke sammeln. Im Bereich Landwirtschaft stand der Kontakt zu Tieren im Mittelpunkt. Die Gäste haben sie auf dem Schulbauernhof beobachtet, gestreichelt und gefüttert sowie Stallarbeiten erledigt.

Beim Krebecker Schmied Franz Vollmer haben sich die Schüler mit der Warm- und Kaltverarbeitung von Metallen vertraut gemacht. An seiner Feldschmiede konnten sie Kerzenständer anfertigen, ebenso Brieföffner, Herzen und andere Gegenstände.

Bei Baumpfleger Gerhard Schlie aus Silkerode war Obstbaumschnitt das zentrale Thema. Die Teilnehmer haben verschiedene Veredelungstechniken geübt. Zu ihrem Programm gehörte auch ein Besuch des Gartenbaubetriebes und Gemüse-Gartens Diedrich in Westerode. Hier haben die Schüler unter anderem die Arbeit am Topfautomaten kennen gelernt.

„Eine Kollegin war vor ein paar Jahren schon einmal mit einer Klasse hier“, erläutert Lehrerin Corinna Schasse-Eichner, wie der Kontakt zum Schulbauernhof zustande gekommen ist. Wichtig ist für sie, dass die Schüler Kontakt zur Natur und zu Tieren haben „und erfahren, wo Lebensmittel herkommen“.

Bei den Gästen aus Seelze stieß das Programm auf viel Interesse. „Mit Tieren zu arbeiten, macht mir viel Spaß“, so Stella Spranger. Das Füttern der Lämmer und Hühner hat der Schülerin am meisten gefallen. „Das ist schon eine tolle Sache, wenn man sieht, was man mit den eigenen Händen geschaffen hat“, sagt Gennaro Tessmer und fügt hinzu: „Ich hatte vorher gar keine Vorstellung, was man als Schmied macht.“

Von Axel Artmann

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