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Heirat am 12.12.12 ist noch möglich

Schnapszahl Heirat am 12.12.12 ist noch möglich

Die letzte Möglichkeit in diesem Jahrzehnt, an einem echten Schnapszahl-Datum zu heiraten, besteht am 12.12.2012. Die nächste Dreierkombination ist erst wieder am 2.2.2022 möglich. Anders als im vergangenen Jahr, als sich am 11.11. in Duderstadt vier und in Gieboldehausen fünf Paare das Ja-Wort gaben, lassen die Anmeldungen für den auf einen Mittwoch fallenden 12.12. auf sich warten.

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Schmackhafte Kombination: Hochzeitstorte mit Schnapszahl-Datum.

Quelle: Pförtner

Eichsfeld. Vielleicht liegt es an Winter- und Weihnachtszeit, vielleicht an von Psychologen genährten Ressentiments gegen die Haltbarkeit von Schnapszahl-Ehen – oder es hat noch kaum einer daran gedacht: In Gieboldehausen sind bislang weder Trautermine für den 12.12.12 noch den 20.12.2012 angefragt.

Nur für das numerische Reihen-Datum 10.11.12 gibt es schon eine Anmeldung. In Duderstadt haben sich inzwischen zwei einheimische Paare für den 12.12. vormerken lassen. Eine Trauung findet am Vormittag, die andere nachmittags statt.

„Wir sind flexibel“, sagt die Duderstädter Standesbeamtin Ute Lenz: „Am 12.12. sind noch mehrere Termine möglich.“ Das Limit liege bei neun Eheschließungen wie bei den Tagesrekorden, die am 5.5.05 und dem 9.9.99 verzeichnet wurden. Schmackhaft macht Lenz Paaren den Dezember mit der Aussicht auf ein romantisches Ambiente. „In der Vorweihnachtszeit bieten wir Candlelight-Weddings, Hochzeiten im Kerzenschein, an – im Sitzungssaal des historischen Rathauses oder im Bürgermeisterzimmer mit Blick auf die Marktstraße.“

Die Auswahl an Trauorten in Duderstadt ist kleiner geworden. Als Alternative zum Rathaus gibt es nur noch die Franz-von-Assisi-Kapelle auf Gut Herbigshagen. Das Heimatmuseum steht nach der Neueröffnung vorerst nicht mehr zur Verfügung, über den Westerturm wird nach dem Umbau und der Einbeziehung in das Schützenmuseum noch diskutiert.

Eheschließungen unter freiem Himmel

Eheschließungen unter freiem Himmel, die das niedersächsische Personenstandsgesetz seit vergangenem Jahr erlaubt, sind im Eichsfeld bislang kein Thema. Ringe werden nach wie vor in geschlossenen Räumen getauscht, nur das anschließende Spalierstehen und Spielchen für das Brautpaar finden draußen statt.

„Wir hatten bislang nicht eine einzige Nachfrage für eine Trauung im Freien, die nur in unmittelbarer Nähe zu einem offiziellen Trauort möglich ist“, teilt Lenz mit und gibt auch Datenschutzprobleme wegen möglicher Zuhörer bei einer Eheschließung in der Öffentlichkeit zu bedenken. Hinzu kommt die Unbeständigkeit des Wetters, wie sie in diesem Sommer zu beobachten war.

Für Trauungen im Freien einen angemessenen Rahmen zu finden, sei schwierig, sagt Marlies Dornieden (CDU), Samtgemeindebürgermeisterin von Gieboldehausen und selbst Standesbeamtin. In der Samtgemeinde käme allenfalls der Park des Gieboldehäuser Schlosses bei schönem Wetter in Frage, nicht jedoch die Rhumequelle oder andere malerische Orte. Und eine Hochzeit im eigenen Garten sei ohnehin nicht möglich, ergänzt Dornieden.

Im Schloss 113 Ehen geschlossen

In Gieboldehausen ist die Zahl der Eheschließungen, die in den 90er-Jahren noch knapp dreistellig war – im Spitzenjahr 1997 wurden im Schloss 113 Ehen geschlossen – inzwischen auf 50 bis 70 Trauungen jährlich gesunken. In Duderstadt stagniert seit Jahren die Zahl der Trauungen und hat sich lediglich im unteren dreistelligen Bereich stabilisiert, weil sich das historische Rathaus als Trauort auch bei Auswärtigen großer Beliebtheit erfreut.

Nach 119 Eheschließungen 2009, 107 in 2010 und 105 in 2011 liege die Zahl im bisherigen Jahresverlauf über der des Vorjahres, teilt Lenz mit.

Auf kein besonderes Datum fällt übrigens die jährliche Schulung der Standesbeamten aus dem Landkreis Göttingen: Sie findet am 13. November in der Samtgemeinde Gieboldehausen statt.

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©Richter